It`s coming home….

 

….GSV-Albatros-Berlin holt im Jubiläumsjahr des ÖVP den Pokal

 

 

Als Rekordteilnehmer und Heimatverein einer der logistischen Säulen des „Öffentlichen Vereinspokals“, Thomas Bergmann, der zusammen mit Reiner Bindewald das legendär-berüchtigte „Latsch und Bommel“ Organisationsteam bildet, konnte der GSV – Albatros Berlin in einem spannenden Finale den Pott in die heimische Vitrine entführen.

 

 

Die Chronik des Erfolges

 

Das harte Wintertraining, Stunde um Stunde im Kraftraum, nächtlich Orientierungsläufe, nervenzerfetzende Videoanalysen („So sieht also mein Schwung in echt aus???“) und aufreibende Diskussionen mit dem Pro Tino Brinkmann („Ich greife meinen Schläger schon immer so!!“), legte den Grundstein für den sensationellen Erfolg.

 

Nicht alle konnten diesem Druck standhalten und blieben dem Ort der Qualen, der Indoor-Anlage in Adlershof nach einigen Misserfolgen („Was, Latte Macchiato ist aus??!!“) fürderhin fern. Die Harten kamen, nein, nicht in den Garten sondern in das mit Spannung und Ungeduld erwartete ÖVP Auswahl-Matchplay, aus dem die Netto-Spieler hervorgehen sollten.

 

„Die glorreichen Sieben“, die das Triumvirat unserer Brutto-Recken Christian Kaik, Burkhard Weber und Olaf Langnitschke ergänzen sollten, waren (in alphabetical order):

Carsten Gersdorf, Rainer Heyer, Frank Ridwelski, Anka Scheibe, Gerald Senftleben, Horst-Günter Sidon und, last but not least unser bewährter Team-Käpten Rainer Stegen. Hinzu kamen als Lucky Loser über zwei vergebene „Wildcards“ und nach hartem Ringen im Mannschaftsrat, Arno Winther und Daniel („das ist doch ausgedacht“) Zander.

 

Damit war der Käs`  für die Albatrosse aber noch nicht vollständig gegessen:

Als kleine und, wie sich noch herausstellen sollte, nicht unbedeutende Fußnote war es durch einen vorauszusehenden Zufall dazu gekommen, dass plötzlich, statt der erhofften 10 und der erwarteten acht teilnehmenden Mannschaften, nur noch sechs Teams in den Startlöchern steckten. Also, klarer Fall, Altinternationale mussten in die Bresche springen, eine Ehrensache für Wilfried („Mr. ÖVP“) Kulike-de Fauw sowie Gino und Steffen Duttke. Jörg Rüter, der ebenfalls sofort aufgezeigt hatte, erhielt kurzfristig die rote Karte vom heimischen Familienrat und musste leider draußen bleiben (Familienfeste werden ja auch immer wieder gerne genommen).

Aber da war ja noch die Sylvia Richter. O-Ton Thommy B.: „ Die fährt doch ohnehin als Begleitung mit, dann soll sie mal ihre Ausrüstung einpacken, wir brauchen alles, was einen Trolley ziehen kann, vielleicht kriegen wir vor Ort noch zwei Teams auf die Beine!? Sylvi hat Handicap 54 und erst sechs Turniere überhaupt gespielt?? , na optimal!“

Vor Ort stellten diese vier Aufrechten, zusammen mit wechselnden Spielern der Albatros-Mannschaft den harten Kern des dann sogenannten „ÖVP Allstar-Teams“, welches durch Kämpfer meist rheinischer Zunge jeweils komplettiert wurde. Die Rolle der „Allstars“ findet später noch Beachtung.

 

 

 

Logistische Schmankerl

 

Nachdem die Teilnehmer feststanden, ging die beispielhafte, generalstabsmäßig geplante Vorbereitung in die zweite Phase:

Gemeinsame Anreise in einem Bus? Oder in zwei Bussen? Oder fährt man nicht doch besser in Fahrgemeinschaften? Oder lieber allein, da ist man unabhängig! Wie wär`s mit einer Sternfahrt mit dem Fahrrad? Oder per Elektro-Trolley, ach nein, der ist ja auf 4 km/h abgeregelt! Na dann doch gleich im Drittel-Mix, zwei komfortable Kleinbusse, eine Fahrgemeinschaft mit Auto im Eigenbesitz, eine Fahrgemeinschaft mit kurzfristig bereitgestelltem Leihwagen aus der DTM-Klasse.

 

Abfahrtszeit Donnerstag in der Frühe, erste Welle um 7.00 Uhr die Kleinbusse, mit eingebauten Massagesitzen über der Hinterachse und garantiertem, temporären Tinnitus, Zweite Welle, in respektvollem Abstand gegen 8.30 Uhr, Opel Omega mit 20%iger Überladung und die dritte Welle …. hallo, die dritte Welle bitte …!  Hektisches Handy-Gewitter, wo steckt Rainer Heyer, hat jemand seine Telefonnummer, Wilfried wartet schon `ne gute Stunde am Treffpunkt und wird mittlerweile von alleinstehenden Damen belästigt. Dann die Entwarnung, alles klar, kurzfristiger Wechsel des Reisefahrzeugs (siehe oben) und Rainers beruhigende Worte: „Keine Panik, die Zeit holen wir wieder rein.“ Ein Kinderspiel mit geschätzten 1000 PS und familienfreundlich abgeregelten 260 Stundenkilometern Spitzengeschwindigkeit. Also, ganz ruhig, et läuft!

 

Vor Ort, nach einer ersten Schnupperrunde und der allmählichen Rückkehr der Hörfähigkeit bei den Bus-Spezialisten, dann die erste Enttäuschung: Es wird bei sieben Teams bleiben, also der Bildung einer Vierer- und einer Dreiergruppe, womit in Letzterer jeweils eine Mannschaft an den drei Turniertagen spielfrei gestellt werden musste. Im Klartext: Am Finaltag hatte der Letzte der Vierergruppe definitiv kein Match mehr zu bestreiten, es stand zu befürchten, dass diejenigen die es treffen würde, eben auch frühzeitig ihre Sachen packen und gen Heimat entfliehen würden. Nicht so bei den ÖVP`lern, alle blieben wie selbstverständlich und sollten mit ihrer Anwesenheit den Finaltag abrunden.

 

Bei der fälligen Auslosung der Gruppen war Fortuna als zuständige griechische Glücksgöttin wohl schon mit ihren Gedanken bei den Landsleuten der kickenden Zunft in Portugal, jedenfalls erwischten die staunenden Albatrosse die „Todesgruppe“ mit dem Titelverteidiger 2003 „Team Neue Bundesländer“ und dem Rekordmeister „GSV Düsseldorf“, der auch als heißer Titelanwärter gehandelt wurde. Dritter Gegner sollte das von Albatrossen unterwanderte „Allstar- Team“ sein. Na wenigstens kannte man hier seine Pappenheimer aus jüngerer Vergangenheit. Erste Prognosen wurden angestellt, wer gegen wen wie und warum gewinnt oder auch nicht. Bekanntlich rechnet der, der zu früh rechnet, zweimal. Aber gut, spekulieren macht halt doch immer wieder Spaß und so sah die Mannschaft  zwar brettharte Spiele auf sich zukommen, sich selbst jedoch keinesfalls als chancenlos.

Es folgte geordnete Bettruhe mit geringfügigen Ouzo – Ausrutschern.

 

 

Die Tage des Albatros

 

Also ab dafür! Erster Tag, erste Begegnung mit dem „All(batro)star- Team“ unter der Leitung von Wilfried, dem die Würde des Käptns einstimmig verliehen wurde (die eine Stimme war wohl Reiner Bindewald, der einen Ansprechpartner aus der Truppe brauchte). Er konnte bei der Aufstellung auf Daniel und Arno, die beiden Ergänzungsspieler des Mutterkonzerns zurückgreifen und führte seine Mannschaft zu einer ungefährdeten 1:7 Niederlage. Der einzige Albatros, den man nicht erst nach dem Ausgang seines Matches fragen musste, war Anka. Ihre Körpersprache auf dem Schlussloch hätte eine Nachfrage als Beleidigung erscheinen lassen.

Der Ehrenpunkt geht auf die Kappe von zwei zum Glück seelisch gefestigten Spielern (Horst-Günter und Gerald), die ihren Vierer mit Auswahldrive auf den letzten beiden Löchern versemmelten, wobei insgesamt ein Auswahlchip oder –putt hilfreicher gewesen wäre.

 

Damit war der erste Punkt im Sack, Ruhe kehrte in die bis dahin nervös zuckenden Augenlider und man konnte „entspannt“ die Strategie des nächsten Tages festlegen. Das parallel durchgeführte Gruppenspiel zwischen dem „Team Neue Bundesländer“, welches zur allgemeinen Verblüffung zwei Bremer auflaufen ließ (was wohl dazu führen wird, dass die Geschichtsbücher in wesentlichen Teilen umgeschrieben werden müssen) und „Düsseldorf“ war zugunsten des Titelverteidigers und nächsten Gegners ausgegangen.

 

Die Stunde des Rechenschiebers begann. Um nicht mit den 3685 durchgespielten Varianten zu langweilen, nur kurz die Quintessenz: Niederlage gegen „Neue Länder“, Sieg gegen „Düsseldorf“, winke, winke Finale und Spiel um Platz 3 oder 5; Sieg gegen „Neue Länder“ und Niederlage gegen „Düsseldorf“, Stechen um Platz eins (und damit um den Einzug ins Finale) mit allen Unwägbarkeiten; Siege in beiden Matches Top, Niederlagen in beiden Matches Flop. Einzig verlässlich schien die Prognose, dass die „Allstars“ mit ihrer babylonischen Sprachverwirrung eher Mühe haben würden, in ihren verbleibenden Spielen einen Mitkonkurrenten der Albatrosse ins Straucheln zu bringen. Also: Analyse, Mannschaftseinteilung, Aufstellung und gut. Horst-Günter und Gerald hatten sich für die „Allstars“ empfohlen, Daniel und Arno kehrten zurück zum großen, gelben Vogel.

 

 

 

Der zweite Tag

 

Das „Wunder vom Heckenhof“ begann in den frühen Morgenstunden des zweiten Turniertages.

 

Zeitgleich nahmen der Albatros und die Allstars ihre Begegnungen um 7.30 Uhr in Angriff. Gewitterwolken tobten über den Platz, Regen peitschte an die Fensterscheiben, der Wagen sprang trotz aller Bemühungen nicht an, der Güterzug kam immer näher…? Nein, das war wohl  doch ein anderer Film, sorry. Aber die Gewitterwolken und der Regen waren in der Tat unkalkulierbare Begleiter der einzelnen Flights. Manch einer kämpfte mehr damit, sein Regenzeug nach Bedarf an- oder auszuziehen als um einen guten Schlag. In jedem Falle zeigte sich der Albatros in beiden Disziplinen ohne Fehl und Tadel und gewann verdient nach zum Teil hart umkämpften Löchern gegen den Titelverteidiger mit 5:3.

 

Es ist immer waghalsig aus einem Team einzelne Spieler herauszuheben, da sich ja alle nach Kräften und Tagesform das Hemd aus der Hose gespielt haben aber einige Anmerkungen seien an dieser Stelle doch gestattet. Insbesondere das dynamische Duo Carsten und Rainer, Daniel und Rainer Stegen verdienen eine Erwähnung. Erstere, weil sie als Doppel vor Selbstvertrauen nur so strotzten und den Eindruck erweckten, dass sie auch den Teufel samt Großmutter nicht als Gegner fürchten, Daniel, weil er sein Matchplay so unbeschwert gespielt hat, wie andere „Schwarzer Peter“ (und das ist nicht ausgedacht), und Rainer, weil er seinem Spiel offenbar ein Hitchcock-Drehbuch zugrunde gelegt hatte, Spannung bis zuletzt, mit einem guten Ende.

 

Der Sieg eröffnete neue Horizonte auf dem Feld der Taktik für das letzte Gruppenspiel am Nachmittag. Wer sollte auf welcher Position mit wem was spielen, wo lagen die Schwächen des Gegners, aus welcher Richtung war der Wind zu erwarten und was zieht man überhaupt an? Während also gefachsimpelt wurde, platzte die Bombe: Die „Allstars“ hatten die „Düsseldorfer“ mit eine Niederlage unter die Dusche geschickt!!! Während einige das Ergebnis zwar mit staunenden Augen aufnahmen aber noch immer weiterhin angestrengt über ihren strategischen Überlegungen brüteten, hatten andere die Konsequenzen schon überrissen: Der „GSV Albatros“ war nicht mehr von der Tabellenspitze zu verdrängen und stand damit als erster Finalteilnehmer fest! Die Ungläubigen mussten noch einige Male mit dem Weihwasser der Erkenntnis benetzt werden, bevor sie in das allgemeine Hosianna einstimmten.

 

Die „Allstars“, durchzogen mit den Stahlstreben des öffentlichen Golfsports Berlin/Brandenburg, durch kluge Einkaufspolitik verstärkt und mit Hilfe einer visionären Aufstellung des Mannschaftskäptens Wilfried, hatten den Albatrossen einen möglichen Stolperstein galant aus dem Wege geräumt. Schon im Vorfeld wurden mit messerscharfem Kalkül die Weichen gestellt. So stellten Gino und Horst-Günter Leib und Leber in den Dienst der guten Sache und verwickelten schon am Vorabend wichtige gegnerische Spieler in ein taktisches Ouzo-Scharmützel. Natürlich mussten beide zum Schein mitzechen und mimten, um den Gegner zu verwirren, am nächsten Tag (auch zum Schein) körperliches Unwohlsein. Leider kamen dennoch nicht die erwarteten zwei Punkte aus diesen Begegnungen auf  das Konto der „Allstars“ aber mit ihrem Einsatz an der Alkoholfront in vorderster Linie verdienten sich die beiden mit Recht hohe Anerkennung und Respekt.

 

Auch auf den Grüns punktete der „Albatros-Kern“ in der „Allstar-Schale“. Highlight war der Vierer mit Auswahldrive. Sylvi trat mit Heinz aus Oberhausen an, der sich dadurch auszeichnete, dass er zum Lachen mit Sicherheit keinesfalls in den Keller geht sondern unverzüglich die nächste stillgelegte Zeche aufsucht. Ihre Düsseldorfer Gegner vermuteten leichtes Spiel, da sie von Sylvia mit ihrem 54er Handicap den einen oder anderen Patzer als sicher einplanten. Dieser Zahn wurde durch folgende Szene gezogen: Heinz liegt mit Abschlag bei einem Paar Drei im Bunker, Sylvi, mit verkorkstem Abschlag noch weit vom Grün entfernt. Mit den Worten „Bunkerschläge kann ich nicht!“ drängt sie Heinz ihren Ball weiterzuspielen, woraufhin er denselben völlig schmerzfrei ebenfalls im Bunker versenkt. Jetzt gab es kein entrinnen, der Gegner reibt sich schon die Hände und Sylvi, die keine Bunkerschläge kann, haut das Ding tot an die Fahne. Putt zum Bogey, Loch gewonnen, danke schön. Selbige Szene hat sich noch einige Male als Chip oder langer Putt wiederholt und das gegnerische Doppel so nachhaltig schockiert, dass es nicht nur das Match abgab sondern noch am folgenden Tag kopfschüttelnd von dem Erlebten berichten musste.

 

 

Durch diese Konstellation war also ein wichtiger Schritt auf dem Weg zum Pokal zurückgelegt. Das letzte Spiel gegen Düsseldorf hatte nur noch statistischen Wert. Es ging mit einem Stand von vier zu vier über die Bühne, was kaum noch jemanden zu interessieren schien (empörend, oder?). Also ein ereignisloser Nachmittag?? Denkste, denn das „Allstar-Team“ hatte Blut geleckt und lief zu großer Form auf. Da die Finalteilnahme durch die unglückliche Niederlage gegen die Albatrosse verhindert worden war, wollte man nun wenigstens um Platz drei spielen. Dazu war ein Sieg gegen die „Neuen Länder“ nötig und zur Überraschung der versammelten Fachwelt wurde dieser souverän eingefahren. Wilfried, Steffen, Gino sowie Carsten mit Reiner standen aus den Reihen der Albatrosse in der Siegermannschaft und sorgten allenthalben für ein verschmitztes Grinsen, hatte man doch dem Titelverteidiger ermöglicht, um Platz fünf spielen zu dürfen. Es wird eben doch bestraft wenn man die Grenze der Neuen Bundesländer eigenmächtig bis zur Wesermündung ausweitet!!

 

 

 

Der dritte Tag

 

Nun also der D-Day in Heckenhof. Das „ÖVP Allstar-Team“ holte sich zunächst den dritten Platz. Eine tolle Leistung, mit der kaum einer gerechnet hatte. Man wollte halt ein bisschen mitspielen und zack, ist man im kleinen Finale und gewinnt das Ding ganz locker. Bei dieser Mannschaft hat der Sieg natürlich viele Väter aber Wilfried, Gino, Steffen und Sylvia waren hier die „Stammspieler“ aus den Albatrosreihen und können mit stolzgeschwellter Brust von ihren Ruhmestaten berichten.

 

Die Ruhmestat der Albatrosse sollte noch folgen:

Aus der anderen Gruppe hatte sich der „SSZ Köln-Wahn“ als Endspielgegner durchgesetzt. Den Einen oder Anderen kannte man durch seinen Einsatz bei den „Allstars“, manch Spieler war noch gar nicht in Erscheinung getreten. Es konnte also spannend werden und die Erwartungen wurden nicht enttäuscht. Los ging es damit, dass in der Aufstellung des Gegners im dritten Netto-Einzel ein 54er Handicaper auftauchte. Dafür ließ man andere, die schon Einzelpunkte erstritten hatten draußen. Was das wohl bedeuten sollte? Man ahnte nichts Gutes und auch hier wurde man nicht enttäuscht, wie gleich zu berichten sein wird.

 

Es starteten standesgemäß zunächst die drei Bruttos. Einkalkuliert, oder besser erhofft, wurde hier mindestens ein Punkt, wenn möglich zwei, um schon ein kleines Polster anzulegen. Tatsächlich konnten Olaf und Christian die ersten beiden Siege einfahren, sodass die knappe Niederlage von Burkhard verkraftbar erschien. Die drei Nettos marschierten in Sichtkontakt über den Course. Frank vorneweg, gefolgt von Gerald und Daniel. Bei Gelegenheit wurde versucht, den jeweiligen Stand zu ergründen und es zeigte sich, dass der 54er, gegen den Daniel anzutreten hatte ein solider Bogeygolfer war. An sich kein Problem aber Daniel musste ihm 18 Löcher vorgeben und stand damit auf verlorenem Posten. Franks Match war ausgeglichen mit leichten Vorteilen für den Gegner und bei Gerald wechselte die Führung in lustiger Folge. Was bei den Vierern los war, wusste keiner so genau. Christian betätigte sich als reitender Bote auf einem schmucken E-Cart, konnte aber auch nicht viel zur Erhellung beitragen. Fünf Matches noch im Gange, mit ungewissem Ausgang. Wobei nicht ganz denn Daniel musste vorzeitig die Segel streichen, überraschend, dass er überhaupt bis zur 14 Stand halten konnte denn es war alles andere als fair, seinen Gegner als 54er über den Platz stolzieren zu lassen. Zwischenstand also zwei zu zwei, bei vier offenen Partien. Frank geht all square auf das letzte Loch und verliert pechös, Gerald macht aus 1up auf dem letzten Grün ein 2up, Stand wiederum ausgeglichen drei zu drei. Also, Entscheidung durch die beiden Vierer.

 

Es geht die Nachricht, dass Carsten und Rainer einen Punkt geholt haben und das Doppel Anka/Rainer noch teilen können, dies würde den Sieg bedeuten und natürlich rollten alle ihre Transparente aus, um unterstützend zu den beiden letzten Mohikaner zu eilen. Allein es war zu spät, das Umbiegen hat doch nicht mehr geklappt.

 

Ergebnis: Endstand vier zu vier,  ein angefressener Christian, dem das unsportliche Verhalten des Gegners hinsichtlich des oben genannten Aufstellungspokers einen dicken Hals bescherte und die bevorstehende Kür des beliebten Stechens.

 

Also, alles auf Anfang. Jede Mannschaft sollte ihren Recken nominieren und nachdem Christian versichert hatte, dass Wut im Bauch seinen flüssigen Schwung nicht beeinträchtigt, wurde er als Spieler des „GSV Albatros“ aufs Tee delegiert.

 

Nach Losentscheid schlägt der Gegner als erster ab, sein Ball landet nach ruhigem Flug entspannt im Rough.

 

Christians Hieb steuert sicher das Fairway an, perfekt.

 

Zweiter Schlag des Gegners, Landung kurz vor dem Grün.

 

Christian lässt sich nicht lumpen und zimmert seinen Ball drei Meter an den Stock.

 

(Jubel und Beifallsbekundungen, gestandene Männer wischen sich verschämt eine Träne aus dem Augenwinkel.)

Dritter Versuch des Gegners, guter aber zu kurzer Chip, sodass er als Belohnung als erster putten darf.

 

Also vierter Schlag, ein Putt, der nicht fällt.

 

Christian braucht noch zwei Putts, spielt das Paar und entscheidet den Wettkampf zugunsten der Albatrosse!

 

 

 

Natürlich Riesenjubel, der sich schriftlich irgendwie nicht so recht wiedergeben lässt.

Ein tolles Wochenende mit einem Super Turnierabschluss für den „GSV Albatros Berlin“ geht mit der Siegerehrung zu Ende. Ganz besonderes Lob an die Düsseldorfer, die bis zum Schluss geblieben sind, obwohl sie nur noch den Status des Zuschauers einnehmen konnten. Ein Lob auch an die Organisatoren und alle, die mitgeholfen haben, eine solche Veranstaltung gut über die Bühne zu bringen.

Und natürlich ein Extra-Lob mit Bienchen für die gesamte  Mannschaft (die „Allstars“ selbstredend eingeschlossen), die einen hervorragenden Teamgeist gezeigt und damit eine positive Grundstimmung erzeugt hat, die ganz sicher einen wesentlichen Teil zu dem Erfolg beitragen konnte.