Da war doch noch was?

vor 2 Jahre, 10 Monate, 2 Wochen, 2 Tage, 11 Stunden, 57 Minuten

Richtig! Das mittlerweile traditionelle Albatros-Scramble in Semlin und damit die letzte Veranstaltung auf unserem Wettkampfkalender. Die Rahmenbedingungen hatten sich in Form eines moderaten Preisanstiegs um 6,- € geringfügig geändert, ansonsten hieß es: Same procedure as last year!

Das Meldetableau wies die üblichen Verdächtigen auf, die zudem in gewohnten Kombinationen auf die Runde gehen wollten. So galt es also mal wieder die „Wunschlisten“ abzuarbeiten. Sympathien und Antipathien sollten berücksichtigt werden, frühe aber nicht zu frühe Startzeiten terminiert, trinkfeste oder überhaupt  spielbereite Partner gesucht und gefunden werden. So blieben denn als letzte Unwägbarkeit die Witterungsbedingungen übrig und gerade in diesem unkalkulierbaren Bereich gab es wohl die beste aller Varianten: Nämlich durchgehend Sonne und damit spätsommerliche Temperaturen, die einen idealen Rahmen für eine entspannte Golfrunde bildeten. So gingen also 59 der gemeldeten 60 Albatrosse auf die Runde und damit auf die Jagd nach den ausgelobten Getränken aus den Spitzenkellereien unterschiedlicher Kontinente. Wie unschwer zu erkennen ist, wurde eine Kombination wegen gesundheitlicher Unpässlichkeit kurzfristig gesprengt und so musste Bernd Holm unter Verzicht der Unterstützung seines Ehegesponstes alleine vor sich hindaddeln. Wie seiner Miene nach Abschluss der 18 Löcher zu entnehmen war, hatte er wohl trotz alledem Spaß an seinem „Einerscramble“ außer Konkurrenz.

Alle anderen wirbelten mehr oder weniger ehrgeizig über die Grüns, immer auf der Suche nach der idealen Puttlinie. Wie man den abschließenden Scores entnehmen konnte, war diese Suche mitunter offensichtlich von Erfolg gekrönt. Immerhin zehn Kombinationen durften sich über ein,  zwei oder gar drei Birdies auf der Runde freuen und auch was die Bewältigung eines Loches innerhalb der Par-Vorgabe anbelangt, war die Quote erfreulich hoch. Lediglich zwei Paarungen mussten sich mit Bogeys als „Lieferanten“ für Brutto-Punkte begnügen. Für die abschließende Netto-Wertung spielt das aber bekanntlich keine Rolle und so konnten auch bei fehlenden Pars durchaus preiswürdige Ergebnisse erzielt werden.

Und so sahen dieselben  letztendlich aus: Wie üblich mussten es für die ersten Plätze in den einzelnen Kategorien schon mindestens 50 Punkte sein. Diese Anzahl reichte Daniel Zander/Manuel Brunow für die Spitzenposition im A-Klassement. Hinter ihnen sortierten sich Sven Hampel/Carsten Gersdorf (48) und Bodo Tümmler/Arno Winther (46) ein. In der B-Konkurrenz lagen Robert Platz/Ricki Ryder mit 53 Punkten vorn, vor Thomas Dahne/Steffen Müller (51) sowie Rita Sielski/Udo Schaub (50) und last but not least sicherten sich in der C-Wertung Ben Sommer/Jörg Gudehus mit 54 Nettos Rang eins. Karola und Dietmar Stein (49) schlossen die Runde als Zweitplatzierte ab, gefolgt von Sabine und Rüdiger Gerlach (48). Um allerdings den Turniersieg zu erringen, brauchte es schon insgesamt einer Par-Runde. Dies gelang Dirk Schönberg mit Spielpartner Curosch Chams-Mourkani. Drei Bogeys konnten mit der gleichen Anzahl an Birdies ausgeglichen werden und so stand am Ende eine 72 auf der Score-Karte, was den ersten Zugriff auf die Getränke sicherte. Wie immer erfolgte die Ehrung der Sieger im Anschluss an die Schlacht um das kalte und warme Buffet, welches auch in diesem Jahr für jeden Geschmack etwas aufbot.

In geselliger Runde ließ man dann den Abend bei Getränken nach Gusto und Fassungsvermögen ausklingen. Wer noch Kraftreserven aufgespart hatte, betätigte sich spontan an der Tischtennis-Platte oder mobilisierte noch vorhandene mentale Stärke für eine Poker-Runde.

Am nächsten Morgen ging es dann nach bewältigtem Frühstück bei abermals idealem Wetter auf die Runde. Jedenfalls für diejenigen, die noch nicht genug auf den kleinen weißen Ball eingedroschen hatten.

Meiner einer zog einen geruhsamen Spaziergang in Begleitung des mitgeführten Vierbeiners vor, was einerseits noch den einen oder anderen Fundball einbrachte und andererseits gänzlich neue Perspektiven auf den Course ermöglichte. Wer an der 17 nicht über einen atemberaubend langen Slice verfügt wird eher nicht in den Genuss kommen, den beschaulichen, von Bäumen umsäumten (falls nicht von angesiedelten Nagern gefällt) Badesee näher zu betrachten. Vielleicht sind wir ja während der Badesaison anlässlich unserer Vereinsmeisterschaft 2015 wieder in Semlin zu Gast? Statt Tischtennis gibt es dann Albatros Schwimm-Wettbewerbe oder Unterwasser-Poker. Der Fantasie sind hier keine Grenzen gesetzt. Mal sehen was geht. Jedenfalls ging dann auch das Scramble mit dem freien Spiel zu Ende und nach einer angemessenen Stärkung in unterschiedlicher Form machten sich alle auf den Heimweg. Aber wie heißt es so schön? Nach der Saison ist vor der Saison und auch im nächsten Jahr wird wieder ein attraktiver Wettkampfkalender für abwechslungsreiche Turniere sorgen und ja, auch das Scramble wird wieder dabei sein. Wenn die Entwicklung des mitteleuropäischen Klimas so weiter geht, werden wir wohl demnächst mit Alligatoren in Semlins Wasserhindernissen rechnen müssen.

Rien ne va plus…

vor 2 Jahre, 10 Monate, 2 Wochen, 3 Tage, 10 Stunden, 33 Minuten

.. wie der Lateiner beim Roulette zu sagen pflegte. Und so wurde noch ein letztes Mal die (zugegeben etwas größere) weiße Kugel ins abschließende Rennen um die Podestplätze im Albatros-Cup geworfen.

Und, um im Bild zu bleiben, auch hier wurde das Spielfeld durch die Farbe grün dominiert. Neben einem (man bemerkt abermals die Parallelen) glücklichen Händchen war aber doch vor allem der eigene konstante Einsatz der mitgeführten Schlagwerkzeuge gefordert. Insofern war der angestrebte Erfolg im Wesentlichen nicht (ausschließlich) an die unberechenbaren Kapriolen einer übergewichtigen Murmel geknüpft. Dem entsprechend ging es auf die 18 Löcher in Wall, die sich dieses Mal in nahezu windstiller Atmosphäre präsentierten. Der anfänglich leichte Regen verabschiedete sich ebenfalls und so stand einer gepflegten Runde nichts im Wege.

Der Platz selbst zeigte sich in seiner gewohnt naturbelassenen Schönheit und 33 Albatrosse nahmen die letzte Gelegenheit wahr, ihr Punktekonto aufzubessern oder dasselbe abzusichern.

Natürlich ging es am Ende der Saison auch noch einmal darum, die Stammvorgabe nach unten zu schrauben, um beim Saisonstart 2015 die diskreditierenden Vorgabeschläge zu reduzieren. Letzteres gelang nur drei Albatrossen aber, wie schon gesagt, hier lag nicht das Hauptaugenmerk der Protagonisten. Die besten Punktesammler in der C-Wertung waren Sabine Gerlach, die 42 Zähler ins Clubhaus brachte

vor René Wilcke (deren 41).

Beide reihten sich hinter dem Gastspieler Arne Grüß ein, der sich mit 48 Punkten an die Spitze des Klassements setzen konnte. Auf den nachfolgenden Plätzen lagen mit immerhin 35 Zählern Rüdiger Gerlach und Kerstin Rentner.

In der B-Konkurrenz sicherte sich Christian Bering mit 38 Nettos den ersten Rang, gefolgt von Franz-Daniel Mewes, der es auf 36 Zähler brachte. Udo Schaub landete mit 31 Punkten auf dem dritten Platz.

Im A-Klassement lagen die Plätze eins bis vier eng beieinander. Hier reichten sichere Ergebnisse im Puffer, um auf das Treppchen zu kommen. In der Reihenfolge Gerald Senftleben (35), Michael Promnitz, Uwe Hofmann sowie Thomas Dahne (allesamt 34 Punkte) sowie Achim Knopf (33) wurde die A-Konkurrenz beendet.

Der Turniersieg ging an Michael Promnitz, der 25 Bruttos erspielen konnte.

Das war es also mal wieder für die Saison 2014, jedenfalls was die vorgabewirksamen Turniere anbelangt. Den offiziellen Abschluss bildet wie immer das Scramble in Semlin. Aber das ist eine andere Geschichte und soll ein anderes Mal erzählt werden.