Das war doch mal ein Anfang!!

vor 1 Jahr, 6 Monate, 4 Tage, 10 Stunden, 29 Minuten

Nachdem der Albatros in den vergangenen drei Jahren die ersten Bälle der Saison in Krugsdorf auf die Reise schickte (mitunter ohne Wiederkehr), sollte es dieses Mal etwas weiter gen Norden gehen, genauer gesagt auf die Insel Usedom.

Wie immer begann die Planung schon frühzeitig am Ende der vergangenen Saison. Also zurrte unser Spielführer Sven ein maßgeschneidertes Paket mit zwei Übernachtungen nebst Frühstück und zwei Turnierrunden. Ausgehend von den Beteiligungen in den Vorjahren sollten 10 vorgebuchte Zimmer reichen, um den größten Teil der frühen Vögel unterzubringen. SOLLTEN! Die Flut der Anmeldungen sprengte dann aber relativ zügig den angedachten Rahmen. Hinsichtlich der Quartierbeschaffung gab es zwar keine Probleme aber die geblockten Startzeiten für die beiden Turniertage reichten für ein Teilnehmerfeld von zu erwartenden 40 Personen nicht mehr aus. Alle Versuche, hier noch eine für uns günstige Regelung zu finden scheiterten allerdings und so mussten die Albatrosse nicht nur deutlich früher als angesagt auf die Runde gehen sondern starteten am Samstag in zwei Wellen mit einer Lücke von rund drei Stunden. So wurde der ursprünglich angegebene Wunsch nach einer frühen Startzeit ungewollt zu einem Boumerang und statt entspannt am Frühstückstisch sah man sich unverhofft auf dem ersten Tee. Allerdings versöhnte das ganz unerwartet sonnige Wetter, welches sichtbar für frühlingshafte Schattenwürfe sorgte, dann doch etwas.

Am Abschlag wurde noch einmal die Information ausgegebn, dass für die Albatrosse (nebst mitgereistem Anhang) ab 18:00 Uhr das Restaurant "Alte Schule" reserviert sei und dortselbst die Turnierauswertung und die sich anschließende Siegerehrung stattfinden sollten. Vorher galt es allerdings selbsredend entsprechende Ergebnisse zu erspielen. Zwar begünstigte das fehlende Rough einen niedrigen Score, dieser Vorteil wurde aber durch die sehr holprigen Grüns wieder zunichte gemacht. Trotz der damit verbundenen Unwägbarkeiten war die Laune in den eintrudelnden Flights durchaus von positven Eindrücken geprägt. Zum Einen hatte man einen reizvollen Platz hinter sich gebracht und zum Anderen die erste Runde des Jahres weitgehend verletzungsfrei überstanden.

Auf der Sonnenterrasse brauchte man zwar noch eine wärmende Wolldecke aber der Kaffee oder das Hopfenkaltgetränk schmeckten schon wieder nach getaner "Arbeit".

Ab 18:00 Uhr versammelten sich dann alle Wettkämpfer und Mitreisenden an der langen Tafel, um zunächst die Energiespeicher mittels verschiedener italienischer Spezialitäten wieder aufzufüllen. Nach Vorspeise, Hauptgericht und diversen Getränken sowie einigen Rauch- und Pinkelpausen konnte dann endlich zur Ehrung der Preisträger geschritten werden.

Wie üblich standen zunächst der Sieger und die Platzierten der Netto-Wertung-C im Rampenlicht. Auf Rang drei landete Tina Peter mit 33 Punkten, Marco Greupner sicherte sich Platz zwei (35 Pkte.) und mit sagenhaften 53 Stableford setzte sich Denis Rochow an die Spitze und verbesserte damit seine Vorgabe auf -37. Im B-Klassement gab es gleich zwei weitere Unterspielungen. Michael Wallroth sicherte sich diese Wertung mit 43 Punkten und schraubte sein HCP auf -20,8 hinunter. Ihm folgten Maik Ortmann (38 Pkte. und neues HCP von -23,1) und Reiner Mewes (34 Pkte.) Ähnliche Erfolgsmeldung waren in der A-Wertung nicht zu bestaunen aber wenigstens gab es zwei Ergebnisse im Puffer. Jörg Mewes sammelte am Fleißigsten Punkte (35) und wurde dafür mit Rang eins belohnt. Hinter ihm reihten sich Gerald Senftleben (33) und Erich Meyer (32) ein.

Was den Turniersieg in der Bruttowertung anbelangte, so trat natürlich das Erwartete ein und unser Rekord-Clubmeister Burkhard Weber setzte sich an die Spitze. Überraschend war hier lediglich der äußerst knappe Abstand zum zweitplatzierten Dirk Dreißen. Gerade einmal zwei Schläge lagen zwischen den beiden und nur ein läppischer Bruttopunkt (21 zu 20). So leicht wird es in der laufenden Saison wohl nicht mehr werden, Burkhard in einem Turnier hinter sich zu lassen. Nachdem nun alle Sieger und Platzierten gebührend belobigt worden waren, ging Sven als Organisator des zweiten Turniertages an die Aufstellung der Startliste.

Nach dem Willen des Golf-Counters sollte es um 7:30 Uhr losgehen und insofern mussten Freiwillige gefunden werden, deren Subsysteme zu so zeitiger Stunde schon die Betriebstemperatur erreicht haben würden. Eine entsprechende Wunschliste nach einem frühen Start blieb allerdings jungfräulich. Stattdessen, da waren sich die Anwesenden einig, wollte man lieber spät starten. Spät hieß in diesem Falle (zum Glück "erst") ab 8:00 Uhr und, da alle das Gleiche wollten, nach dem Zufallsprinzip. Das Wetter wollte dieses Mal nicht zur Aufheiterung der aus dem Tiefschlaf gerissenen Gemeinde beitragen und statt der sonnigen Momente des Vortages gab es leichten Sprühregen, unterbrochen von trockenen Passagen. Zumindest spielte man nicht zwei Mal dieselbe "Wiese" sondern konnte auf dem etwas leichter geratetem gelben Course entspannt neue Einblicke in die Balmer Landschaft gewinnen.

Trotz der feuchten Begleitumstände trudelten dann alle gut gelaunt im Hotel zum finalen Abgesang ein. Da einige schon in heimische Gefilde enteilt waren,  wurde in überschaubarer Runde die Preisverleihung vorgenommen. Zumindest zwei Unterspielungen konnten gebührend belobigt werden und mitunter reichte auch eine suboptimale Runde für die angemessene Würdigung in Gestalt von Gutscheinen.

In der C-Klasse konnte sich Tina mit erspielten 34 Punkten erneut über einen Platz auf dem Treppchen freuen, da die eigentlich auf dem dritten Rang eingegangene Susanne Richter nicht mehr zu sehen war. Zweiter wurde Denis Rochow (35 Pkte.) hinter Marco Greupner, der durch seine 42 Zähler auch eine neue Vorgabe von -47 erreichte. Andreas Haun gewann mit einer Unterspielung von 39 Punkten die B-Wertung und verbesserte sich auf das HCP von -15,7. Ihm folgten Robert Platz und Carsten Gersdorf (36 bzw. 34 Pkte.). Bei den "Cracks" reichten Jörg Mewes 31 Zähler für Rang drei, Sven Hampel schrammte knapp am Puffer vorbei und sicherte sich mit 32 Punkten die "Silbermedaille" hinter Erich Meyer (35 Pkte.). Und last but not least und sozusagen als erwartetes "dejavu" ging der Turniersieg auch am zweiten Tag an Burkhard, dieses Mal mit einem deutlicheren Abstand.

Bevor sich dann aber alle wieder in die Blechlawine Richtung Berlin einreihten, musste noch für ein ausgeglichenes Konto in der Kasse der am Vorabend aufgesuchten Restauration gesorgt werden. Hier war ein Betrag von 30,- € ohne konkrete Zuordnung unbeglichen geblieben (das erinnert fatal an unsere Saisoneröffnungen in Fleesensee, da waren offene Beträge die Regel, bis um personalisierte Rechnungen gebeten wurde). Auf Initiative von Dieter Bergmann wurde eine Kollekte organisiert und der örtliche Gastwirt zufrieden gestellt.

Insofern sollte der hinterlassene Eindruck der Albatrosse für eine Wiederholung im nächsten Jahr die nötige positive Grundstimmung erzeugt haben. Jetzt geht es am 9. April in Slubice weiter und der zuständige Organisator Thomas freut sich schon auf rege Beteiligung auf seinem "Heimplatz".