Faszination “langer Putt”

vor 1 Jahr, 1 Monat, 3 Wochen, 5 Tage, 16 Stunden, 48 Minuten

Hallo liebe Mitglieder,

da wir gestern beim Turnier im "Märkischen Golfblub" eine "aussergewöhnliche Situation" in Sachen Regelfrage hatten, hier die Auflösung dazu!

Was war geschehen:

Spieler 1 bereitet sich auf einen langen (waren wohl annähernd 15m) Putt vor und bittet seinen Mitspieler 2, den Fahnenstock zu "bedienen", welcher dem auch nach kommt.

Nach einer Konzentrationsphase macht Spieler 1 seinen Schlag (Putt) und der Ball läuft und läuft, nimmt jedes Break an um schlussendlich auf das Loch zu zu rollen.

Spieler 2 ist so fasziniert von diesem Putt, daß er sich "krampfähnlich" an den Fahnenstock klammert und diesen dem Loch nicht entnimmt.

Es passiert, was passieren muss: Der Ball trifft tatsächlich den Fahnenstock und fällt ins Loch.

WoW! Loch gerettet und noch einen Nettopunkt erhalten!

Falsch!!!

Mitspieler 3 bemerkt, daß Spieler 2 ja dafür Strafschläge erhalten müsste, weil dieser nicht rechtzeitig den Fahnenstock dem Loch entnommen hat.

Auch nicht richtig!!!

Hier die Erklärung dazu:

"Die Person, die für Sie den Flaggenstock bedient, trägt eine hohe Verantwortung. Macht diese Person einen Fehler und zieht den Flaggenstock nicht rechtzeitig aus dem Loch, so dass Ihr Ball den Flaggenstock trifft oder tritt die Person nicht rechtzeitig zur Seite, um Ihrem Golfball auszuweichen, so haben Sie den Schaden und ziehen sich zwei Strafschläge zu Ihrem Score zu. Die bedienende Person wird für seinen Fehler nicht bestraft!"

Was zu bemerken ist, daß der Flight nach der Runde zum Turnierorganisator kam und den Fall geschildert hat. Nach Lösung, wurde die Scorekarte vom Spieler 1 geändert und abgegeben.

Ich habe die "Grünregeln" mal in unsere Regelecke abgelegt!

Nun denn, Golf kann so ungerecht sein, oder? wink

Gruß,

Tommi

Ja ist denn heut schon Herbst ???

vor 1 Jahr, 2 Monate, 2 Wochen, 1 Stunde, 32 Minuten

zum Turnier

Der reiche Blätterschmuck an Baum und Strauch spiegelt zwar unstrittig ein sommerliches Ambiente wider, die frischen Temperaturen und die steife Brise als Dauerbegleitung erinnerten allerdings eher an noch sonnige Oktobertage.

Nun aber zum eigentlichen Kerngeschäft. Von den 24 gemeldeten Albatrossen gingen ab 9:00 Uhr deren 23 mit dem üblichen Elan auf die Runde. Ein gelber Vogel hatte sich im Termin geirrt und erst am folgenden Tag den Weg nach Kallin angetreten, dann allerdingst vergeblich (es sei denn er konnte eine Privatrunde drehent). An dieser Stelle sei nicht verschwiegen, dass auch der kurzfristig eingesprungene Organisator fälschlicher Weise von einem Sonntagsturnier ausgegangen war und noch rechtzeitig auf die richtige Spur gelenkt werden konnte. Die richtige Spur war natürlich auch für die kleine weiße Kugel von Bedeutung, um mit möglichst wenigen Schlägen das Grün zu erreichen und dortselbst mit gelungenen Putts das Loch zu beenden. Im Prinzip waren die Bedingungen sehr entgegenkommend, da das Rough nahezu überall auf eine moderate Höhe gekürzt worden war. Wie an den abschließenden Ergebnissen allerdings abzulesen ist (keine Unterspielung!!) stellten auch das Semirough, Wasserhindernisse und ein wahllos in die Landschaft gestellter Baumbestand so manche Herausforderung dar, die offenkundig nicht immer zur allgemeinen Zufriedenheit bewältigt werden konnte.

Auch eine motorisierte Unterstützung half nicht automatisch weiter, wenngleich man den Kampf gegen den Wind dann nicht nur den zunehmend ermüdenden Beinen überlassen musste.

Vielleicht sollten statt der Elektrocarts fürderhin Tretautos angeboten werden, um auf diese Weise den Kalorienverbrauch zu optimieren (wie komme ich jetzt eigentlich darauf??). Jedenfalls trudelten dann so langsam ab dem zweiten Flight alle in einträchtigem Gänsemarsch auf der Terrasse des Clubhauses ein, wobei allerdings der erste Flight eine wahre Turborunde hingelegt und den Platz unter vier Stunden bewältigt hatte. Bei Speis und Trank wurde dann der anstehenden Siegerehrung entgegengefiebert.

Da es wie schon gesagt, keine Unterspielung zu würdigen gab, reichten Ergebnisse im Puffer, um in den Besitz der Gutscheine von Golf-Berlin-Mitte zu gelangen. So reichten Helmut Will in der B-Wertung 33 Zähler zum dritten Platz, der punktgleiche Dieter Bergmann sicherte sich wegen der niedrigeren Stammvorgabe Rang zwei und Reiner Mewes fügte seinen bisherigen Erfolgen im laufenden Wettspieljahr einen Sieg im B-Klassement mit 35 Nettos hinzu.

In der Klasse A reichten Birte Hankel ebenfalls 33 Punkte für Rang drei, vor ihr landeten Helge Grüße (34) und Michael Promnitz in gewohnter Beständigkeit (35 Zähler). Beim nächsten Turnier muss er mal mit Augenklappe spielen, ich vermute aber er kann die Plätze auch blind spielen ohne nennenswerte Schlagverluste. Der Turniersieg ging einmal mehr an Burkhard Weber, ihm reichten 25 Bruttopunkte, was sicherlich nicht ganz seinen Ambitionen entspricht.

Dies zeigt allerdings auch, dass der Platz eben doch mit so mancher Tücke aufwartet, die erst einmal gemeistert werden will. Mal sehen wann dazu die nächste Gelegenheit wartet (siehe oben).

Jetzt geht es erst einmal nach Mahlow. Hier haben auch alle diejenigen reelle Chancen, deren Drive nicht unbedingt bei 250 m landet, vorausgesetzt, man bleibt "auf Linie" und allein dies ist ja bekanntlich schon schwer genug.