Das Beste kommt zum Schluss…

vor 1 Monat, 4 Wochen, 2 Tage, 7 Stunden, 11 Minuten

Es gibt nur eine handvoll Plätze in Deutschland, denen ein ähnlich harter Ruf vorauseilt wie der von Nick Faldos 18 Löchern am Scharmützelsee. 133 mannstiefe Topfbunker machen die Fairways des Inland - Links - Platzes zu einem wahren Minenfeld, denn wer seinen Abschlag in einer dieser Fallen versenkt, kann einem erhofften Par oder Besserem unter Garantie "bye-bye" sagen. Vor ein paar Jahren gab es dazu noch Grünkomplexe, die welliger als die Nordsee bei Starkwind und Fairways die im Sommer härter als der Bauch von Christiano Ronaldo waren. Faiways waren gut und gerne 30 Prozent schmaler und die Grüns um ein Vielfaches härter. Das wurde mittlerweile doch deutlich entschärft. Das soll sich aber möglichst bald wieder ändern, denn im kommenden Jahr findet die Mannschaftseuropameisterschaft in Bad Saarow statt, und wenn dann 16 Teams der besten Amateure Europas um die Krone kämpfen, soll der Faldo Platz wieder die Zähne zeigen können.

Aber ich schweife ab... fand aber die Zeilen, die ich im aktuellen Golf Punk mir ausgeborgt und damit zitiert habe, als Einstieg zu schön.

Kommen wir zur Creme de la Creme.

Nicht weniger als die TOP 15 Albatrosse der diesjährigen Saison kämpfen um den wahrscheinlich schönsten Pokal des Jahres.

Bis auf unseren Herrenmeister, der wohl noch mal genau in Hamburg nachschauen wollte, ob die Uhr im Stadion auch wirklich noch hängt und unserem besten "Veteranen", der sich von seiner Mannschaft in Fleesensee abwerben liess und damit sein mögliches Trippel in dieser Saison leichtfertig abschenkte (da er in der Zwischenzeit unser diesjähriger Matchplay Sieger geworden ist), fanden sich alle anderen Meister, Meisterinnen, Titelverteidiger und die Ranglistenführenden aber in Saarow ein.

Aber was war das ? Der Präsident auf der Range ???

Ähm Präsi, Du hast einen Ball vergessen !

Nach einem - ja in Zahlen 1 - Probeschwung und anscheinend einem Garderobenwechsel, widmete er sich aber doch lieber wichtigeren Vorbereitungen.

Dabei war es eigentlich noch neblig genug !

Na toll, da ist jemand durch die Puttlinie gelaufen.

Ich putte mir das schon trocken.

Bewerbungsfoto für die Tour...

Und eines kann ich vorweg nehmen, auch in diesem Jahr gelang es dem Titelverteidiger, trotz respektabler Runde, auch wieder nicht den Pokal zu verteidigen.

Aber wo ging es denn nun lang ?

Ein Caddy wie man sich ihn nur wünschen kann und der Neid der Mitspieler !

Hat hier einer gesagt die Bunker wären schlimm ?

Stilvoll im Glas und den Ball im Blick.

Was war das noch OHNE 25 Cent Pfand toll.

Die ersten Getränke gab es dann gleich nach getaner Arbeit neben der 18. Bahn. Ich tippe übrigens darauf, dass Gersis Back eine Sonderanfertigung sein muss. Ansonsten ist es mir unerklärlich wieviele Taschen und Stauraum sein Bag hat. Nach etlichen Guiness Dosen, die natürlich, wie schon gesehen, stilvoll ins Glas gekippt wurden, gab es dann auch noch ein paar Kurze aus dem Hause Prinz. Die entweder zum Beglückwünschen oder auch nur um die vorangegangenen Stunden besser zu ertragen getrunken werden konnten.

Das Lachen der Erleichterung, Endlich Vorbei !

Ja Hallo Ihr seid ja auch noch da !

Und wie ging es nun aus ?

Aufgrund des doch perfekten Wetters, kein Regen und kein Wind und der doch ziemlich komfortablen Vorgabe, die man hier mit auf dem Weg bekommt, gab es sagenhafte 5 Unterspielungen und immerhin noch 3 Puffer Ergebnisse. Das ist mehr als die Hälfte der Teilnehmer, die hier also einen guten Score ins Clubhaus brachten und sich Hoffnungen auf den Titel machen durften.

Aber wie es beim Masters halt so ist, hier gewinnt nur der Erste und alle anderen dürfen sich dahinter einreihen und sich maximal noch über ihr neues Handicap freuen.

Hier ist sie nun - die Ergebnisliste:

1. Andreas Haun  46,33

2. Sven Hampel 45,66

3. Roland Bank 43,66

4. Carsten Bönisch 43,33

5. Joseph Dowlig 43

6. Reiner Mewes 42,33

7. Wilfried Kulike 41,33

8. Franz-Daniel Mewes 39,33

9. Dirk Schönberg 36

10. Thomas Schurwanz 34,33

11. Carsten Gersdorf 32,33

12. Christian Kaik 31,33

13. Gerald Senftleben 29,33

14. Dirk Seiffert 28

15. Finja Schüttler-Janikulla 23,66

Auf eine gebrauchte Runde in Wall lies Andi seine vierte Unterspielung der Saison folgen und holte sich damit zum ersten Mal den Pokal.

Herzlichen Glückwunsch an unseren diesjährigen Masters Sieger.

Nach einer kleinen aber feinen Laudatio, fanden sich alle Teilnehmer bei mittlerweile besten Wetter zum Foto ein.

Da sind sie, die 15 Gladiatoren !

Sieger und Sonne strahlten um die Wette.

Meister aller Klassen

vor 2 Monate, 1 Woche, 1 Tag, 2 Stunden, 30 Minuten

Bei strahlendem Wetter und spätsommerlichen Temperaturen ​starteten die Albatrosse in ihre 25. Clubmeisterschaft, allerdings sollte es so nicht durchgängig bleiben. Wie immer stand bei vielen der Gang auf die Range ganz oben auf der To-do-Liste. Naja - wenn´s schön macht.

Häufig zeigt sich jedoch: Klappt auf der Range aber nicht auf der Runde und umgekehrt. Jedenfalls blieb nichts unversucht, um den Körper an einen geschmeidigen Bewegungsablauf heranzuführen und die Auge-Hand-Koordination zu optimieren. Schließlich sollte auf dem Westside der Grundstein für eine gute Platzierung gelegt werden und vom Rating her stand dem Unterfangen auch nichts Bedeutsames im Wege. Aber bekanntlich ist die Theorie das Eine und die praktische Ausführung das Andere. Und so gesehen ging dann doch der eine oder andere Albatros im sprichwörtlichen (und wörtlichen) Sinne baden. Wie oben schon angedeutet öffneten sich in undurchsschaubaren Intervallen die Himmelsschleusen und sorgten für drolligen Sprühregen und häufigen Wechsel von Regenkleidung zu Poloshirt und zurück. Am Ende der ersten Runde standen Mann (und Frau) mitunter wie die begossenen Pudel da und wie so oft wurde den unnötig vertüdelten Schlägen nachgetrauert.

Wenigstens im Hause Hankel/Gersdorf waren noch Reste von guter Laune zu erkennen. Eine derart stabile Gemütshaltung konnte allerdings nicht allzu häufig beobachtet werden, was wohl auch daran lag, dass sich die anvisierte Marke von unter 100 Schlägen für viele als sperriges Ziel entpuppte. Bei den Mädels gelang dies einzig Finja Schüttler-Janikulla mit einer für sie auch nicht unbedingt zufriedenstellenden 93. Der Abstand zur zweitplatzierten Birte Hankel betrug allerdings dennoch schon 13 Schläge. Um diesen Rückstand noch aufzuholen wartete auf Birte am zweiten Meisterschaftstag also eine wahre Herkulesaufgabe. Monika Saure folgte den beiden in respektvollem Abstand (111 Schläge) Hier galt es vor allem, den dritten Platz abzusichern, wobei Conni Eckert auch schon mit 12 Schlägen zurück lag.

Bei den Spitzenkräften der männlichen Fraktion, unterteilt in drei Altersklasse, sollten ganz andere Ziele angepeilt werden. Hier stellte die magische Grenze von 90 Schlägen die ultimative Messlatte dar. In der offenen Herrenklasse gelang dies immerhin vier Akteuren, wobei nicht verschwiegen werden soll, dass sich Dirk Schönberg mit sehr guten 78 Schlägen an die Spitze des entsprechenden Abschlusstableaus setzen konnte. Ihm folgten in Lauerstellung Burkhard Weber (80), Niels Walther (84) und Sven Hampel (86). Bei den Herren 50 knackten immerhin sechs Kämpen die 90. Titelverteidiger Christian Kaik führte mit 81 Schägen das Feld vor Thomas Arnhölter (86), Carsten Boenisch (87), Curosch Chams-Mourkani, Carsten Gersdorf (beide 88) und Thomas Schurwanz (89) am Ende des Tages an. Auch die Herren 60 ließen sich nicht lumpen und steuerten wenigsten zwei Ergebnisse unter 90 Schlägen bei. Dies gelang Michael Promnitz und Eddi Hülsmann (jeweils 89). Ihnen folgten Dietmar Stein und Gerald Senftleben zumindest als "UHUS" (90 bzw. 96 Schläge). In den drei Konkurrenzen waren also noch spannende Kämpfe um die Plätze zu erwarten und bei Speis und Trank wurde entweder unter beschirmtem Nachmittagshimmel oder (für die Fraktion der Warmduscher) im sicheren Schoß des Clubhauses die Strategie für den zweiten Tag festgelegt.

Während also dem gebeutelten Körper zur schnelleren Regeneration Unmengen an Kalorien in fester und/oder flüssiger Form zugeführt wurden, ruhte natürlich nicht die notwendige Vorbereitung des zweiten Tages. Und so begnügte sich das Organisationsduo mit einem Heißgetränk und bastelte an der Startliste für die zweite, entscheidende Runde. Wie immer Stablefordler voran und dann handicapabsteigend mit den Favoriten als Sahnehäubchen.

Tag zwei wartete dann mit durchgängig sonnigem Wetter auf und auf diese Weise fiel schon einmal eine mögliche Ausrede für überdimensionierte Schlagzahlen weg. Jetzt galt es, verlorenen Boden gutzumachen oder die am Vortag erspielte Position zu verteidigen. Beginnen wir den Rückblick wie es sich gehört mit den Damen, frei nach dem Motto "Ladies first". Wenn denn überhaupt eine theoretische Chance bestanden hat, Finja noch einmal ins Schwitzen zu bringen, so ließ ihre sensationelle 79er Runde auf dem Sandy Lyle (!!) letztlich gar keine Zweifel aufkommen. Neben der Titelverteidigung war das erspielte Single-Handicap der verdiente Lohn. Birte und Monika belegten hier die Plätze zwei und drei.

Den Damen auf dem Fuße folgten die Herren gesetzteren Alters. Zunächst die neu eingeführte Klasse der ... der ..., ja was eigentlich? Auf dem seit 2005 ausgespielten Pokal ist der schöne Begriff "Senioren" zu entziffern. Eine Bezeichnung, die Seriösität und Ehrwürdigkeit in sich trägt. Insofern konnte der neue Pokal ja nun nicht mit "Albatros-Vereinsmeister-Senioren II" betitelt werden. Auch "Herren AK 60" kann dem hier versammelten Kreis nicht gerecht werden und klingt zudem allzu technokratisch. Dem entsprechend galt es, aus dem (auf der internen Festplatte gespeicherten) Wortschatz etwas Adäquates aufzuspüren. Einstimmig (nämlich mit der meinigen) fiel die Wahl auf den honorigen Titel: "Veteranen"! Laut Fremdwörterlexikon im Sinne von "bewährt und altgedient" zu verwenden. Das passt. Die Ehre des ersten Eintrags auf dieser Trophäe erspielte sich Michael Promnitz mit einer 90er Runde am Finaltag. Neun Schläge dahinter sicherte sich Dietmar Stein Platz zwei, einen weiteren Schlag benötigte Gerald Senftleben für Rang drei. Eddi Hülsmann, auf dem Westside noch schlaggleich mit Michael erwischte einen gebrauchten Tag und verfehlte damit das Siegertreppchen (und nur knapp den ausgelobten Basler, aber dazu später mehr). Bei den Senioren verteidigte Christian Kaik seinen Titel mit insgesamt 165 Schlägen vor Carsten Boenisch (170) und Thomas Arnhölter (172). Die Bilder dieser beiden Flights sind aus nachvollziehbaren Gründen noch in der Foto-Shop Nachbearbeitung. Nicht so bei den Herren, die traditionell als Vierer-Flight den Abschluss des Meisterschaftsturniers bildeten. Sie wirkten auch nach zwei anstrengenden Tagen noch frisch wie eine Frühlingsbrise und wurden standesgemäß von denjenigen Albatrossen an Loch 18 in Empfang genommen, die sich dortselbst hinschleppen konnten.

Das 18te Grün lag nämlich nicht wie gewohnt als abschließendes Par-vier direkt an der Terrasse des Clubhauses sondern in rund 100 Metern Entfernung vom Abschlag hatte man als provisorisches Par-drei einen Bierdeckel platziert, der nebst flatternder Fahne als Schlussloch herhalten sollte. Charmant und originell. Sei `s drum, wer seine Schläge bis dahin nicht im Zaume halten konnte, rettete dort auch nichts mehr. Jedenfalls brachten die Herren ansehnliche Scores ins Clubhaus und Burkhard Weber konnte sich nach anfänglichen Schwierigkeiten erneut als Meister krönen lassen. Seine 159 Schläge waren nicht zu toppen. Ihm folgte der an Tag eins grandios aufspielende Dirk Schönberg (siehe oben) sowie Niels Walther und Sven Hampel, beide mit identischer Schlagzahl. Da die Jungspunde den langen Weg zu Bahn zehn scheuten, um in einem Stechen die Entscheidung zu suchen, entschieden man einvernehmlich, die horrende Siegprämie zu teilen.

Bevor nun alle Sieger und Platzierten ihre Preise in die vor Aufregung schwitzigen Hände nehmen konnten, galt es wie immer die besten Punktesammler in den drei Netto-Klassen zu ehren. Im C-Klassement setzte sich Ronny Klonnek an die Spitze (mit einer Unterspielung an Tag eins) vor Lars Richter und Sabine Gerlach. Die B-Wertung wurde von Carsten Gersdorf angeführt (ebenfalls eine Unterspielung auf dem Westside), ihm folgten Adrian Kaik (mit einer tollen 95er-Runde am ersten Tag) sowie Dirk Seifert. Andreas Haun sicherte sich Platz eins in der A-Konkurrenz womit er Curosch Chams Mourkani und Thomas Schurwanz hinter sich ließ.

Last but not least wurde auch wieder der beliebt-berüchtigte Basler vergeben. Wie schon angedeutet schrammte Eddi Hülsmann knapp an diesem "Ehrenpreis" vorbei. Seine 13 zusätzlichen Schläge am zweiten Meisterschaftstag wurden von Dietmar Genilke überboten, der deren 16 in die Waagschale zu werfen hatte. Damit fanden die 25. Meisterschaften ihr offizielles Ende und die Karawane der Albatrosse konnte sich wieder in heimatliche Gefilde zurückziehen. Das nächste große Event ist dann das Masters in Bad Saarow, wo der letzte Titel des Wettspieljahres zu vergeben sein wird. Man sieht sich, spätestens in Semlin zum traditionellen Jahresabschluss.