Albatros-Cup, die Fünfte

vor 3 Jahre, 2 Monate, 2 Wochen, 6 Tage, 5 Stunden, 30 Minuten

Nach den durchaus als gelungen zu bezeichnenden Vereinsmeisterschaften in Semlin ging es nun wieder in die Niederungen der AC-Wertung. Es galt, die bestmögliche Punktezahl im Brutto- und Nettoranking einzuspielen. Austragungsort war wieder einmal Wall und damit der Platz, der wohl wie kaum ein anderer in unserem Wettkampfkalender zum Polarisieren geeignet ist.

Entweder man mag „naturbelassene“ Anlagen oder eben nicht. Jedenfalls war wieder einmal festzustellen, dass nicht alle mit den vorgefundenen Verhältnissen ihren Frieden schließen konnten und eben doch nicht so ganz ideale Ergebnisse ins Clubhaus gebracht wurden. Dabei meinte es der sonst stetig wehende „Wind“ diesmal recht gut mit den 35 Albatrossen und zeigte sich von seiner moderaten Seite. Zudem konnte auf den Bahnen 3, 4 sowie 13, 15 und 17 der Ball auf dem Fairway straffrei aufgenommen und besser gelegt werden. Hatte doch anhaltender Regen zwischenzeitlich die besagten Löcher schon traditionell in eine Auenlandschaft verwandelt. Die noch erkennbaren Schäden hinderten mitunter den gewohnt harmonischen Schwung und so konnte man sich ein Fleckchen mit geschlossener Grasdecke suchen. Das war mitunter hilfreich aber eben nicht immer. Vielleicht sollte man darüber nachdenken, die o.g. Bahnen von vorne herein mit üppigen Wasserhindernissen auszustatten; auf diese Weise könnte das Courserating dem des berühmt berüchtigten „Nick Faldo“ in Bad Saarow angeglichen werden.

Wenn man nun allerdings die Ergebnisse des AC 5 näher betrachtet, kann festgehalten werden, dass der Schwierigkeitsgrad in Wall noch nicht bedenklich nahe an das „Monster“ herangerückt ist. Immerhin gab es vier zum Teil beträchtliche Unterspielungen zu bewundern, 20 Glückliche schafften eine Punktlandung im Puffer und der Rest (11)  konnte sich entweder über den Platz oder die eigene Unzulänglichkeit ärgern. Kleine Parabel am Rande: Wenn man nicht schwimmen kann, ist selten die Badehose schuld!

Nun aber zu denen, die sich in Wall, um im Bild zu bleiben, das „Freischwimmerzeichen am Bande“ verdient haben:

Fangen wir dieses Mal ausnahmsweise nicht mit den Netto-Wertungen an sondern gleich mit dem Turniersieg. Dieser ging mit einer 77er Runde und 31 Brutto-Punkten an Carsten Boenisch, der sich damit auf eine neue Stammvorgabe von -8,9 herunterspielen konnte.

In der A-Konkurrenz setzte sich Jörg Mewes mit 39 Punkten an die Spitze und darf sich nun über ein neues Handicap (von -15,8 auf -14,9) und zukünftig eine geringere Anzahl an Vorgabeschlägen freuen. Noch akzeptabel waren die 34 Nettozähler von Dirk Dreißen und Gerald Senftleben auf den folgenden Plätzen.

Im B-Wettbewerb war der nächste „Knaller“ zu bestaunen. Achim Knopf sicherte sich den ersten Platz mit 45 Punkten und verbesserte seine StV von -19,1 auf schwindelerregende -16,2!!! Auch da wird sich der eine oder andere „Vorgabestrich“ auf der Scorekarte zukünftig in Luft auflösen. Auch der nächstplatzierte Michael Wallroth glänzte mit einer Unterspielung mit 37 Zählern, gefolgt von Arno Winther (35).

Anders als gewöhnlich gab es in der C-Wertung keine vergleichbaren Punktewerte und Verbesserungen des Handicaps waren somit Fehlanzeige. Allerdings landeten alle hier startenden Albatrosse im Puffer, sodass es auch keine Verschlechterungen zu beklagen gab. An der Spitze des C-Feldes hatten James Judetzki, Mirko Schlossarczyk und Conny Eckert jeweils 35 Zähler auf ihr Konto bringen können und belegten die Plätze eins bis drei. Mit gleicher Punktzahl landete Peter Lehmann knapp dahinter.

Jetzt geht es in den Endspurt beim Albatros-Cup und die letzten beiden Turniere können noch einmal genutzt werden, um das bisher Erreichte zu sichern oder sich noch einmal nach vorne zu schieben. Dass das funktionieren kann hat Achim ja gerade souverän demonstriert.