Auf den Spuren der European Tour

vor 2 Monate, 2 Wochen, 6 Tage, 17 Stunden, 2 Minuten

landeten wir dieses Jahr im Green Eagle Golf Club in Winsen/Luhe. 

 

 

 

Auf dem Weg zum Platz zog noch ein dickes Gewitter mit Starkregen an uns vorbei, aber bis auf ein paar Tropfen am Samstag hatten wir perfektes Wetter.

Am Samstag freundeten wir uns mit dem Süd Platz an. Die ganz großen Highlights ließen hier noch auf sich warten, der Zustand des Platzes und der Grüns war einwandfrei. Und hier konnte man auch noch normale Ergebnisse spielen.

So gab es eine Unterspielung von Christian und mehrere Puffer Ergebnisse. Nachdem die Sieger gekürt waren und der letzte Flight sein Essen hatte, ging es ins 20 Minuten entfernte Hotel.

 

 

Die Zimmer wurden bezogen, eine Dusche genommen und so langsam sammelten sich alle wieder im Aufenthaltsraum des Hotels.

 

 

 

Nachdem die Bedienung mit unserer überschaubaren und doch eigentlich pflegeleichten Truppe irgendwie leicht überfordert war, endete der Ausschank der Getränke kurz nach zehn!

Die Albatrosse schwärmten aus und bereiteten sich, jeder auf seine Weise, auf den Süd Platz vor. Manche zog es in das benachbarte Casino, um die Reisekosten eventuell wieder einzuspielen. Das ist nach meinem Wissenstand aber keinem gelungen.

Andere legten Ihr Geld lieber gleich weiter in das Hochprozentige an und begaben sich auf die legendäre Ü44 Party in Seevetal. Wie wir Marko da reinbekommen haben, weiß ich gar nicht mehr aber an der Bar fiel er gleich auf! Nachdem er seine Bierbestellung loswurde, bekam er gleich er mal den Spruch : „Na Verlaufen?“ Nachdem die Tanzfläche gerockt und die Gehwege in der Nacht neu vermessen wurden, blieb nur noch ein wenig Schlaf bis zum Frühstück.

Der Sonntag begann mit dem regen Austausch des gestrigen Abends, bei einem leckeren Frühstück. Sachen packen, zahlen, Abfahrt!

Manch einer Überschätzte sich gleich gnadenlos!

 

Drei Damen vom Grill!

 

Jetzt sollte sich zeigen, wessen Vorbereitung die beste war. Mit seinen 7.161 m Länge vom Champions-Tee ist er der längste Platz der European Tour und zählt zu den 10 längsten Plätzen der Welt. Neben den Längen stellt das Element Wasser eine der größten Herausforderungen des modernen und einzigartigen Porsche Nord Courses dar. 17 Bahnen sind mit Wasserhindernissen gestaltet, welche die Spielbahnen teilweise vom Abschlag, entlang der wunderschönen Fairways, bis zum Grün begleiten. Strategisch nah an die Grüns positionierte Bunker fordern jeden Spieler auf dem allerhöchsten Niveau. Gemäß des Course-Ratings des DGVs ist der Porsche Nord Course vom Champions-Tee der schwerste Platz Deutschlands.

 

 

Vom Bunker eingelocht !?

 

Na ein Glück spielten wir von gelb und nicht von weiß. Allerdings waren es von Gelb immer noch 6.633 m!

Bunker ähh Penalty Areas die sich über 50 m Länge zogen und kein Grün, was nicht, wie in alten Zeiten West Berlins, bestens beschützt war. Der Pflegezustand war einwandfrei, bis auf ein paar Bunker die noch Spuren vom letzten Regenguss hatten und so auch mal eine unspielbare Lage parat hielten. Jetzt gibt es ein Regelbuch, bald so Dick wie die Bibel, aber wenn man in einem ausgespülten Wasserbach im Bunker liegt, da gibt es wohl keine Regel die einem Straffrei hilft. Die Penalty Areas (also die Bunker) an sich waren vielleicht auch das Einzige, was man bemängeln konnte. Mir erschließt sich jedenfalls nicht, warum man in die Sandhindernisse, nicht den selbigen eingefüllt hat. Stattdessen waren die „weißen Riesen“ mit Kiesel befüllt. Das spielt sich schon sehr gewöhnungsbedürftig. Auf den Front 9 hat man von der Länge noch ganz gute Chancen, wenn man es geschafft hat, sämtlichen Hindernissen aus dem Weg zu gehen.

 

 

Kneippbad auf dem Golfplatz, tolle Idee.

 

 

Schuhe vergessen, egal.

 

Jack Sparrow war auch schon da !

 

Aber zum Ende zeigt einem der Platz, dass man als gewöhnlicher Wochenendhacker hier ein weiteres Kapitel Demut lernen darf. Ein Par 3 mit 226 m bis zum Grün. Gefolgt von einem 543 m langen Par 5, wo der Drive entweder bei 200 m liegen bleiben sollte oder wenigstens 220 m carry fliegen darf, damit er nicht nass wird.

 

 

Und danach wartet dann ein entspanntes 606 m Par 5! Kurze Ausruhphase auf einem 138 m Par 3, das das Grün komplett von Wasser umgeben ist erklärt sich von alleine.

Schon totgespielt.

 

Und dann kommt die 18! Nochmal ein Par 5 mit 551 m. Patrick Reed spielte hier von weiß mit 586 m ein Albatros. Also wie im Birdie Buch beschrieben den Drive ins Rough und von da mit einem Hölzchen 5 einlochen.

Nee is klar!

Komisch habe nicht mal den Ball im Rough gefunden.

Ein wunderschönes Loch, ein wunderschöner Platz. Beim nächsten Mal dann vielleicht doch von Blau. Ich glaube auch dann ist er noch Sau schwer.

 

 

Sieger unter sich.