Der Herbst hat auch seine schönen Seiten ...

vor 1 Jahr, 6 Monate, 1 Woche, 2 Tage, 7 Stunden, 53 Minuten

... aber muss er diese im Mai zeigen???

Bei umstrittenen 8° C Aussentemperatur fanden sich im windumtosten Prenden 19 gelbe Sturmvögel ein, um ihrem Namen alle Ehre zu machen. Die für eine Prendenrunde eher dürftige Fangemeinde läßt sich wohl einerseites mit der durchgängig schlechten Wetterprognose und andererseits durch das verlängerte Pfingstwochenende erklären. Allerdings ist zu vermuten, dass alternative Ausflugspläne im Kreise der ansonsten vernachlässigten Familie auch nur mit geeigneter Kopfbedeckung in Angriff genommen werden konnten.

Jedenfalls diente das Einschlagen auf der Range unter diesen Umständen nicht nur der üblichen Suche nach dem optimalen Bewegungsablauf sondern in diesem Falle auch der notwendigen Erwärmung der fröstelnden Extremitäten.

Da der örtliche Wetterbericht zudem im Tagesverlauf auch noch Regen- und Hagelschauer versprochen hatte, machte sich der Troß vorsichtshalber schon mit einem Frühstart auf die Runde. Da zwei Zweierflights vorauseilten, wurde das Feld selbstredend zügig auseinandergezogen, was dann sowohl dazu führte, dass gänzlich femde Menschen inmitten des laufenden Turniers ihre Runde drehten, als auch dass der letzte Flight von den ganz frühen Vögeln an der 17 eingeholt wurde. Zur Strafe schlossen sich nun 2 1/2 Stunden Wartezeit an, die zur Aufnahme von warmen Speisen und Getränken genutzt werden konnten. Selbsredend im Freien, schließlich hatten sich ja sämtliche Körperteile und Organe an die Frische gewöhnt.

Wie man sehen kann, wurde allerdings auf die schützende Kopfbedeckung nicht in jedem Falle verzichtet. Während also schon mal die Qualität der Gastronomie einer eingehenden Prüfung unterzogen wurde, stapfte der Rest des Feldes noch über den Course. Neben dem schon erwähnten Wind und den bewegungshemmenden Temperaturen sorgten zudem zwei kleine Regen- und Graupelschauer für Abwechslung. So kam wenigsten keine Langeweile auf. Aber, um die Rahmenbedingungen für ein geordnetes Golfspiel noch zusätzlich zu verschlechtern, präsentierten sich die Grüns als ruppiger Flickenteppich, der das Putten mitunter zu einer Lotterie mutieren ließ. Dass dennoch einige Birdies zustande kamen, war mitunter dem Umstand geschuldet, dass mancher Chip sich nicht anders zu helfen wusste als direkt das Loch anzusteuern. Dies gelang insbesondere Andy Haun gleich drei Mal und führte dann auch konsequenter Weise zu einer von immerhin fünf Unterspielungen.

Auf Grund der Überschaubarkeit des kleinen aber feinen Teilnehnerfeldes gab es dieses Mal nur zwei Netto-Klassen und einen Bruttopreis. Hier kommt der Turniersponsor "Golf-Berlin-Mitte" mal glimpflich davon und die Gutscheine finden jetzt, nach dem Umzug des Geschäftes in die Nähe kostenfreier Parkplätze, deutlich leichter zu ihrer eigentlichen Bestimmung. Insofern können sich die an dieser Stelle Prämierten ganz entspannt zu einer Sondierungstour aufmachen. Das lästige Umkurven der Verkaufsstelle entfällt und ebenso die Frage, für welchen Zeitraum man die drolligen Parkuhren füttern sollte. In den Genuss dieses völlig neuen Gefühls der Gutscheinverwertung kommen in der B-Wertung Peter Lehmann mit 34 Nettopunkten, Christian Bering, deren 38 und damit der neuen StV von -23,6 sowie Egbert Hanke, der mit 39 Zählern die Top-Prämie einstreichen konnte. Seine neue Vorgabe liegt nunmehr bei -40. Dies trifft ebenso auf Ronny Klonnek zu, der sich mit 41 Punkten an die Spitze gesetzt aber zum Aufwärmen schon heimatliche Gefilde aufgesucht hatte. In der Netto-Klasse A konnte sich Thomas Arnhölter als Nachrücker für den bereits abgereisten Helge Grüß über den dritten Platz freuen, bei 30 Netto-Punkten sicherlich gänzlich unerwartet. Auf Rang zwei trug sich Thomas Dahne mit einer Unterspielung von 39 Zählern ein, womit seine Vorgabe nun glatt -16,0 beträgt. Ebenfalls 39 Punkte brachte Andreas Haun ins Clubhaus und verbesserte seine StV auf - 14,9. Den Turniersieg schnappte sich Michael Promnitz, der solide auf seinem Vorgabeniveau spielte und somit 25 Bruttopunkte vorweisen konnte.

Die von Basti initiierte Tauschrunde von Pannini-Bildern war dann zum Abschluss des Turniertages nur von mäßigem Erfolg gekrönt. Durch das albatrostypische Altersgefälle waren die Kinder der Anwesenden dem entsprechenden Alter ent- und die Enkel noch nicht zugewachsen. Als Trost gab es wenigstens zwei Bildchen von gänzlich unbekannten schwedischen und portugiesischen Nationalspielern. Das gibt wahrscheinlich Ärger mit den Gören. Vielleicht klappt es beim nächsten Turnier in Bad Saarow besser.

 

 

Lieber Gerald,

vielen Dank für deinen wie immer amüsanten Turnierbericht und deine abschließenden Worte zur Panini-Tauschrunde, die ich insbesondere als Werbetrommel für die kommenden Treffen auf den hiesigen Golfwiesen verstehe. wink
Mitnichten haben die von dir mitgebrachten zwei Sticker zu Ärger bei den Gören geführt. Im Gegenteil, die beiden durchaus eher unbekannten Spieler haben - zuhause angekommen - geradewegs ihre Bestimmung auf den entsprechend freien Felder in unserem Sammelheft gefunden. Ein großes Dankeschön auch an Andi Haun, hier lag die Trefferquote zumindest bei 66 %.

In Bad Saarow bin ich leider nicht dabei, dann jedoch gern wieder beim darauffolgenden Turnier.

Bis dahin, herzliche Grüße an alle Albatrosse
Basti