Die Tage des Albatros

vor 3 Monate, 1 Woche, 5 Tage, 23 Stunden, 46 Minuten

Man könnte meinen, das Dörfchen Wall hätte  eine neue "Nationalflagge" ...

... dabei wurde nur dezent auf das 25jährige Jubiläum der Albatrosse hingewiesen, welches in angemessener Form über die Bühne, sprich den wohlbekannten Golfplatz mit anschließendem Sturm auf das Buffet, gehen sollte. Als Novum stand der den meisten noch gänzlich unbekannte "Kranich-Course" als Austragungsort des abschließenden Jubiläums-Scrambles auf dem Programm. Aber der Reihe nach: Schon am Freitag waren die ersten "gelben Vögel" vor Ort, nicht nur um für die schmückende Beflaggung zu sorgen, sondern auch, um letzte Detailfragen bezüglich eines reibungslosen Ablaufs zu klären. Das hinderte natürlich nicht daran, es sich auf der Terrasse des Albatros-Hauptquarttiers gut gehen zu lassen.

Am nächsten Morgen zeigte "Golf in Wall" dann auch Flagge und begrüßte die nach und nach eintrudelnden Albatrosse.

An unseren alten "Wimpel" konnten sich natürlich nur noch wenige erinnern, kam er doch letztmalig im Zuge des ÖVP 2004 zum Einsatz. Wohlbehütet schlummerte er seinem ehrenvollen Einsatz zum 25. Jubiläum entgegen und veredelte auf diese Weise den Austragungsort für das anstehende Turnier. Der erste Ball, von Robert Bank ins Spiel gebracht, wurde selbstredend im Bilde festgehalten.

Während sich also die ersten beiden Zweier-Flights auf den Weg machten (die unvermeidlichen Absagen wegen beruflicher Einsätze oder gesundheitlicher Defizite hatten auch das Jubi-Turnier nicht verschont), feilte manch anderer noch an seiner Putt-Technik oder nutzte die Zeit für einen entspannten Smalltalk.

Die üblichen Verdächtigen folgten in gewohnten Dreier-Flights und nahmen bei mittlerweile bedenklich hohen Temperaturen den Spielbetrieb auf. Wohl denen, die einen schattenspendenden Schirm im Gepäck hatten oder auf ein E-cart zurückgreifen konnten.

Wenngleich manches Equipment schon bessere Tage erlebt haben dürfte. Naja, Hauptsache der Sonne entgehen, da ist die Ästhetik nun mal lediglich sekundär (höchstens).

Der Großteil des Tableaus ging allerdings auch ohne derartige Schutzmechanismen (zumindest annfänglich) gut gelaunt auf die Runde und so manch einer wünschte sich wohl den in Wall sonst üblichen Wind herbei, Der blieb allerdings überraschender Weise aus und so ruhte die letzte Hoffnung auf ausreichend mitgeführte Getränke oder gegebenenfalls ein feuchtes Handtuch.

Wer dann nach getaner "Arbeit" das rettende Ufer, respektive die rettende Bar erreichte, konnte sich über zwei kostenfreie Getränkerunden freuen, die den ermatteten zur Feier des Tages kredenzt wurden. Wahlweise konnte auch ein Stück Kuchen und ein Kaffee geordert werden, was allerdings seltener zu beobachten war. Der Ausgleich des Flüssigkeitshaushalts stand mehrheitlich doch im Vordergrund.

Während also bereits hier und da neue Kraft für die Abendveranstaltung gesammelt wurde, galt es einerseits schon mal mit der Turnierauswertung zu beginnen ...

... und andererseits die letzten Meter zum Clubhaus zurückzulegen. 

Dem äußeren Anschein nach hatten aber alle die mehrstündige Hitzeschlacht weitgehend unbeschadet überstanden. Was sich bei dem Einen in einer schmeichelhaften sommerlichen Bräune niederschlug ...

... sorgte bei anderen für einen regenerativen Tiefschlaf.

Pünktlich zum Beginn des Buffets kehrten aber allenthalben die Lebensgeister zurück und ohne nennenswwerte Verletzungen stürmten die Anwesenden den bereit gestellten Nahrungsmitteln entgegen. Von verschiedenen Salaten über frisch aus der Riesenpfanne kredenzte Bratkartoffeln bis zu Fleischspießen und Fischhäppchen war für jeden etwas und vor allem reichhaltig vorhanden. Anders als vor fünf Jahren, wo das abendliche Essen zwar unter der Überschrift "all you can eat" stattfand, sich der verspätet eingetroffene Carsten Boenisch aber mit einer Bratwurst zweifelhafter Konsistenz und Färbung sowie dem Rest aus einer Orginalverpackung Krautsalat begnügen musste (naja, das war dann halt "alles was er essen konnte"), gab es dieses Mal diesbezüglich keinen Anlass zu klagen. Sogar ein Nachtisch in Form von Tiramisu wartete auf die noch nicht vollständig gesättigten Schleckermäuler. Wenn man bedenkt, dass seinerzeit auch 20,- € pro Person für das Essen berechnet worden war, kann das als absoluter Quantensprung bezeichnet werden. Nach dem ausgiebigen Tafeln ...

... sah man denn auch zwangsläufig in fröhliche Gesichter.

Noch fröhlicher waren natürlich die Gesichter der in den einzelnen Konkurrenzen erfolgreichen Albatrosse. Leider fehlt hier aussagekräftiges Bildmaterial, da das gleichzeitige Verlesen der Turnierergebnisse und das Ablichten desselben noch nicht reibungslos funktioniert. Solange die Dimension der Zeit für uns Normalsterbliche einen irreversiblen, geradlinigen Verlauf nimmt, wird dies wohl auch so bleiben. Nichts desto trotz sollen an dieser Stelle die Prämierten des Jubiläumsturniers wenigstens verbal geehrt werden. Wie immer die C-Klasse zunächst. Hier landete Karola Stein auf Platz drei mit 33 Punkten und musste der sichtlich überraschten Kerstin Rentner mit 36 Zählern den Vortritt überlassen.

Rang eins sicherte sich Utta Kioschis mit 39 Nettos und damit einer von insgesamt vier Unterspielungen des Tages. In der B-Konkurrenz setzte sich Thomas Schrecker an die Spitze (39 Pkte.), gefolgt von Dieter Bergmann (35 Pkte.) und Arno Winther (34 Pkte.). Im A-Klassement sicherte sich Michael Promnitz mit 34 Punkten Platz drei, hinter Torsten Hörhammer (35 Pkte.) und Erich Meyer (41 Pkte.). Das Gerangel um den Turniersieg sah drei Protagonisten relativ eng beieinander. Die Plätze zwei und drei belegten schlaggleich Thomas Schurwanz und Burkhard Weber, während sich mit einer grandiosen Runde Marko Nakic an die Spitze setzte. Gleichzeitig verbesserte er seine Stammvorgabe auf 15,0, mal sehen, wohin das am Ende der Saison noch führt. Allerdings wird die Luft jetzt langsam dünner, respektive die Anzahl der Vorgabeschläge. Allen Genannten an dieser Stelle noch einmal die herzlichsten Glückwünsche. Aber auch die Gewinner der Sonderwertung sollen nicht verschwiegen werden. So sicherte sich Neumitglied Kerstin Schleif die Nearest to the Pin-Wertung bei den Damen (4,57m), ihr männliches Pendant Carsten Boenisch lag rund 2m weiter entfernt. Beim Longest Drive fehlten entsprechende Maßangaben, hier lagen Evelin Hörhammer und Burkhard Weber vorn. Nach der Ehrung der Sieger und Platzierten wurde natürlich noch einmal der GSV Albatros in seiner Besonderheit innerhalb der Golfszene gebührend gefeiert und eine Grußadresse von Jürgen Bergmann-Syren verlesen, der noch einmal die Anfangszeit des Vereins ins Gedächtnis rief. Auch Flemming Maas, seines Zeichens Geschäftsführer in Wall, ließ es sich nicht nehmen, eine kleine Festrede zu Ehren des gelben Vogels zu halten. Letzter offizieller Teil von Tag eins war dann die Tombola, die mit etlichen gestifteten Preisen bestückt war. Das große Los, ein hochwertiges Standbag der Firma Callaway, wurde dann auf den Namen Marko Nakic gezogen. Wenn´s einmal läuft dann läuft´s eben. Leider habe ich vergessen, Marko nach den Lottozahlen der nächsten Ziehung zu fragen, wieder eine Chance verpasst. Bei verschiedenen Getränken und launigen Gesprächen ließen die in Wall Logierenden den Tag ausklingen. 

Am nächsten Morgen ging es dann mehr oder weniger frisch zum gemeinsamen Frühstück und dem anschließenden Scramble auf dem Kranich-Course.

Ab 11:00 Uhr ging es mit Kanonenstart bei ähnlichen Temperaturen über die neun Löcher. Insofern war auch hier der Sonnenschirm häufig gesehener Begleiter.

Die besten Punktesammler waren Sabine und Rüdiger Gerlach mit 23 Netto-Zählern, was ihnen Platz drei einbrachte. Mit derselben Punktzahl landete die Kombination  Curosch und Erich auf Rang zwei und ein Pünktchen mehr erspielten Sabine Rochow mit Thomas Schrecker, womit die beiden die Netto-Konkurrenz für sich entschieden.

Im Brutto hatten Sven und Carsten G, die Nase vorn und bewältigten den Platz mit zwei Schlägen unter Par. Auch hier gab es noch einmal Preise zu ergattern, wie schon im Hauptturnier Gutscheine für den Golfshop GFA nahe Kienitz und damit endete das Jubiläumswochenende in Wall. Soweit zu erkennen war, hatten alle ihren Spaß und nutzten die Gelegenheit, auch mal etwas umfangreicher miteinander zu plauschen. Jetzt kehrt wieder der Albatros-Alltag ein, mit den üblichen Trainingsterminen und dem nächsten Cup-Turnier. Bis dahin kann jeder noch ein wenig in Erinnerungen an ein gelungenes Jubiläum schwelgen.

 

 

 

Stimmungsvoller Bericht! Wie immer wenn der Großmeister der deutschen Sprache die "Feder" schwingt.
Sehr schwungvoller Bericht vom Boss! Danke für die tolle Organisation und die tolle Durchführung des Jubiläums vom ganzen Vorstand!!
Wunderbarer Bericht, tolle Feier und ein sagenhaftes Golf-Vergnügen!
Ich werde allen auf unsere Homepage hinweisen, denn das ist die beste Werbung für unseren Verein. Dank auch an die Organisatoren und an die großzügigen Verpflegungsspenden seitens des GSV. Ich freue mich schon auf die 30-Jahres-Feier...