Ende Gelände ...

vor 1 Monat, 3 Tage, 17 Stunden, 22 Minuten

... jedenfalls für die Albatros-Saison 2018 und wie jedes Jahr endete auch diese in Semlin.

Natürlich gab es auch wieder die "Frühbucher", die schon den Freitag für die Anreise und die erste Platzbegutachtung nutzten. Das bis dahin stabile spätsommerliche Wetter legte zwar eine Pause ein aber zumindest blieb es trocken (jedenfalls von oben) und windstill. So stand einer Probe- oder Trainingsrunde auf der A/B-Kombination bzw. dem Kurzplatz nichts im Wege (außer der eigenen Unzulänglichkeit). Am Abend konnte dann beim gemeinsamen Mahl und stetig wachsender Albatrosgemeinde entsprechend gefachsimpelt werden. 

Aprospos Albatrosgemeinde, mit sage und schreibe 68 Meldungen wurde eine neue Höchstmarke erreicht. Viel mehr geht dann auch nicht, ansonsten müssen die letzten Flights auf Kosten des Hauses mit Grubenlampen ausgerüstet werden oder die Startzeiten beginnen zukünftig mit dem ersten Sonnenstrahl. Aber wer kann so etwas tatsächlich wollen (außer jenen, die bereits an seniler Bettflucht leiden)?? Schon jetzt gehen die Frühstarter um 8:00 Uhr auf die Runde, während andere noch gemütlich am Frühstückstisch sitzen und  sich durch die reichhaltige Auswahl am Buffett "quälen".

(Schärfere Messer wären im Übrigen mitunter auch ganz hilfreich!) Derart gestärkt konnte dann das anschließende Scramble bei bester Laune in Angriff genommen werden.

Mitunter wurde dem Umstand, dass man sich im Jubiläumsjahr befand auch mit entsprechender Festkleidung Rechnung getragen und somit ein ganz neuer Standard gesetzt.

Aber natürlich stand das golferische Element im Vordergrund (bei aller ästhetischer Rafinesse) und so musste sich die formschöne Kopfbedeckung natürlich auch beim vollen Schwung bewähren.

Aber auch mit "gewöhnlicher" Sportbekleidung stand den ultimatven Drives und dem vorherigen Abwägen der geplanten Ballfluglinie nichts im Wege ...

... und die gute Laune ging auch während der Runde, hier und da mit unterstützender Wirkung alkoholischer Getränke, nicht verloren. Wie es sich bei einem reinen Damenflight gehört mit dem einen oder anderen Pickolöchen. 

Derart beschwingt (in klarer Abgrenzung zu "beschwipst") trudelten dann alle Albatrosse bei noch vertretbaren Lichtverhältnisse an der Terrasse der Hotelanlage ein, begleitet von den ersten skeptischen Blicken auf die Scorekarten ...

... oder mit sichtbarer Erleichterung, die knapp sechs Stunden konzentrierten Spiels hinter sich gebracht zu haben.

Die letzte zu nehmende Hürde bestand dann traditionell darin, sich durch das üppige Buffett, insbesondere den kalorienarmen Nachtisch aus dem Hause "Slimfast"  zu kämpfen, bevor es dann an die Ehrung der Sieger und Platzierten ging. Schließlich will ja niemand mit knurrendem Magen und vollständig unterhopft öden Reden lauschen und mit ansehen, wie andere ihre wohlverdienten Prämien im Empfang nehmen. Also erst mal ran an die (nicht vorhandenen) Bouletten, bzw. an Salate, Fisch und Ochsenbäckchen ...

... und sozusagen als Kür, an das schon erwähnte Naschwerk.

Hier wurden nicht nur am Nachmittag auf der Runde mühsam verbrannte Kalorien wieder aufgefüllt sondern schon ein solider Grundstein für die anstehenden Schlemmereien über die nicht mehr allzu weit entfernten Festtage gelegt. Insbesondere die Süßspeisen erfreuten sich großer Beliebtheit und hier musste vom emsigen Personal reichlich nachgeliefert werden. Mitunter kam der Verdacht auf, dass sich der eine oder andere für einen längeren Winterschlaf wappnen wollte. Jedenfalls war dann irgendwann auch der letzte Gourmant an der Grenze seiner Leistungsfähigkeit angelangt und es konnte zur Siegerehrung geschritten werden. Wie immer wurde im Rahmen des abschließenden Scrambles auch der Gewinner des Matchplays gefeiert und konnte stolz seine Trophäe in Empfang nehmen. In diesem Jahr setzte sich Dirk Schönberg an die Spitze und krönte damit eine erfolgreiche Saison, hatte er doch auch schon den Masters-Titel errungen und ebenso bei der VM eine gute Figur hinterlassen. Als Sahnehäubchen kamen dann noch die ebenfalls in dieser trauten Runde verteilten Gutscheine für die Albatros-Cup-Wertung hinzu denn auch hier hielt sich Dirk mit dem Sieg im Brutto-Klassement schadlos. Zum Abschluss des offiziellen Teils der Veranstaltung ging es nun um die besten Scrambler. Bemerkenswert der erste Brutto-Platz mit einer 72er Runde, auf das Grün getackert von Bianca und Christian Kaik. Man beachte: Mit dem angetrauten Partner harmoniert man eben auch abseits des häuslichen Umfelds (oder vielleicht besonders dort?). Als Belohnung winkte der erste Zugriff auf die bereit gestellten Getränke.

Es folgten die Prämierten in den Netto-Wertungen, auch hier traditionell die Erst- vor den Zweit- und Drittplatzierten. So nahmen zunächst die Sieger in den jeweiligen Netto-Klassements Kurs auf den "Gabentisch", um sich aus dem stetig abnehmenden Sortiment zu bedienen. Auf den Weg machten sich demnach Steffen Duttke/Dirk Seiffert (50 Pkte.), Karola/Dietmar Stein (53) sowie Marco Greupner/Dino Krüger (62!!) und hintendrein Sven Hampel/Bodo Seemann (47),  Peter Merx/Lars Richter (52), Peter Lehmann/Thomas Rosenmüller (54) als Zweit- und last but not least Curosch Chams-Mourkani/Erich Meier (46), Robert Platz/Ricki Ryder (48) und Ronny Klonnek/Gunter Dowe (51) als Drittplatzierte. In trauter Runde konnte man den Abend dann gemächlich austrudeln und die besten Schläge noch einmal Revue passieren lassen.

Am Sonntag bestand dann für die Unentwegten noch die Möglichkeit erneut die Schlägeer zu schwingen, bevor es zurück in heimatliche Gefilde ging. Als nächste Großveranstaltung kann schon mal die Saisoneröffnung auf Usedom ins Auge gefasst werden. Wie man weiß, vergeht die Zeit im Sauseschritt und der November ist ja so gut wie rum. Vielleicht steht aber auch wieder ein Indoor-Turnier ins Haus, bei dem ein zwischenzeitliches Wiedersehen gefeiert werden kann. Wie sagt der "Kaiser" immer so schön: "Schaun mer mal"!

 

 

Wieder einmal ein toller Bericht!