In der Serengeti zu Gast…

vor 3 Wochen, 23 Stunden, 43 Minuten

... so könnte die Überschrift zum 5. Albatros-Cup der Saison 2018 lauten. Hatte doch die lang andauernde Hitzewelle auch in Prenden ihre Spuren hinterlassen.

Einzig auf dem Tee und an den Grüns hatte man nicht den Eindruck, sich auf einer Steppensafari zu befinden. Wie vereinzelten Printmedien in letzter Zeit zu entnehmen war, wurden an verschiedenen Orten schon Würgeschlangen gesichtet. Vielleicht ein Anblick, auf den man sich in Zukunft einstellen muss. Zumindest spart man sich dann fürderhin die teure Golfreise nach Florida. Wie auch immer, in Prenden waren derartige Begegnungen mit possierlichen Reptilien (noch) nicht zu beobachten. Stattdessen ging das 38er Feld geordnet auf die Runde. Traditionell nach mehr oder weniger intensiver Vorarbeit auf der Range.

Allerdings hatten die akribisch ausgeführten Übungsschwünge auf saftig-grasigem Untergrund nur begrenzte Aussagekraft bezüglich der suboptimalen Bodenbeschaffenheit auf dem Course. Teilweise war nur schwer erkennbar, dass es sich im Prinzip um eine Rasenfläche handeln könnte. Mitunter waren noch ein paar vertrocknete Hälmchen auszumachen, teilweise präsentierte sich die Spielunterlage in ihrer vollen Pracht als märkische Streusandbüchse (um hier mal den "Alten Fritz" zu zitieren). Insofern konnte es zeitweilig problematisch sein, den Schläger unter den Ball und denselben in die Luft zu befördern. Das war in diesem Falle aber auch nicht unbedingt erforderlich, da der harte Boden und der damit verbundene Roll erstaunliche Weiten ermöglichte. So gesehen hatte das Schlechte auch wieder sein Gutes und nicht wenige Albatrosse konnte diesen Umstand zu ihrem Vorteil nutzen und beachtliche Punkte auf das Cup-Konto buchen. Nicht ganz unwichtig, bei nur noch zwei ausstehenden Cup-Wettbewerben. Anders als sonst üblich, stand nicht die C-Konkurrenz bei den zu bestaunenden Unterspielungen im Mittelpunkt, sondern, man höre und staune, die Recken im A-Klassement. Nicht weniger als fünf Unterspielungen standen am Ende deren jeweils zwei in der B- und C-Wertung gegenüber. Das sieht man auch nicht alle Tage. Ebensowenig allein sechs Mal 40 Punkte und mehr (!). Den Vogel schossen hier im übertragenen Sinne Achim Freier und Evelyn Hörhammer mit jeweils 48 Zählern ab. Dabei sorgte Evelyns Unterspielung dafür, dass sie mit einer neuen Stammvorgabe von 28,8 bei der bevorstehenden VM in Semlin in den "Genuss" des Zählspiels kommen wird und damit das Damenfeld, das um den Titel und die Plätze spielt, noch einmal erweitert.

Fast hätte dies auch bei Jeanette Promnitz geklappt, die mit 34 Zählern auf Platz drei in diesem Klassement landete aber einige pechöse Löcher verhinderten eine Verbesserung ihrer bestehenden Vorgabe von 30,5. Die paar Zehntel müssen dann halt im kommenden Jahr dran glauben.

Die B-Konkurrenz wartete, wie schon erwähnt mit zwei Unterspielungen auf. wobei sich Michael Kioschis mit 41 Punkten an die Spitze setzen konnte, gefolgt von Arno Winther mit deren immerhin 40. Somit weist sein Stammblatt wieder eine ordentliche 18,1 auf. Platz drei ging an Christian Bering, der mit 35 Nettos sicher im Puffer landete. In der schon lobend erwähnten A-Wertung belegte Robert Platz den selbigen dritten (37 Pkte.), hinter Torsten Hörhammer (dito). 

Franz-Daniel Mewes und Helge Grüß komplettierten dann das starke Ergebnis der A-Klässler mit jeweils 41 Zählern. Die beiden verbesserten sich damit jeweils auf die neue Vorgabe von 14,7 bzw. 14,6. Man bewegt sich also sozusagen im Gleichschritt in niedrigere Etagen. Mal sehen, was die VM hier noch für Überraschungen mit sich bringt.

Den Turniersieg schnappte sich Wilfried Kulike, der neben einer weiteren Unterspielung (38 Pkte.) 25 Bruttos ins Clubhaus brachte. Als jüngster "Sechziger" im illustren Feld der Veteranen ist in dieser Form bei der VM auf jeden Fall mit ihm zu rechnen. Mal schauen, ob die Formkurve anhält, spannend wird es auf jeden Fall.

Insofern hoffen wir auf eine tolle VM in Semlin, bei hoffentlich perfekten äußeren Bedingungen. Zumindest an "Loch 19" können dann alle eine gute Figur machen (wenn es denn schon auf der Runde nicht geklappt haben sollte). Bis dahin.