Kalinowe Dual-Cup

vor 3 Jahre, 6 Monate, 1 Woche, 4 Tage, 21 Stunden, 42 Minuten

So sieht´s also aus ...

… wenn man mal wieder eine kleine Reise plant.

Die „Frankfurt-Connection“ mit profunden Polenkenntnissen hatte, allen voran Niels Walther, einen lauschigen, von diversen Kiefern bewohnten Platz auserkoren, um ein entspanntes Wochenende mit dem kleinen weißen Ball zu organisieren. Ein beschauliches Hotel, in malerischer Alleinlage an einen Hang geschmiegt, mit direktem Zugang zu einem naturbelassenen Badesee sollte den Albatrossen als Quartier dienen.

So weit, so gut. Leider war die von Niels geführte Absprache mit dem Manager der Golfanlage von selbigem wohl wieder in Vergessenheit geraten denn bei Klärung der letzten Details und Zusendung unserer Startliste kam die überraschend Ansage, dass zeitgleich ein Turnier des dortigen Clubs über die Fairways gescheucht werden soll. Nach einigen Irritationen (mögliche Varianten waren z.B. ein späterer Starttermin des Albatros-Turniers oder Absage desselben für den Samstag) konnte alles beim Alten bleiben und der Start am ersten Tag zur geplanten Zeit eingehalten werden. Allerdings befanden sich dann die anwesenden Albatrosse inmitten des clubinternen Turniers und der erste Flight lief hier und da auf die polnischen SportkameradInnen auf, was den emsigen Marshall allerdings nicht davon abhielt, uns zu schnellerem Spiel aufzufordern (??!!).

Jedenfalls machte sich die 16 Köpfe umfassende Albatrosrunde auf den Weg, um neues Terrain zu erkunden. Neben den schon erwähnten Kiefern trugen mannigfaltige Wasserhindernisse in allen Größen und Formen zu einer interessanten Runde bei. Von Interesse war hier vor allem die Frage, ob die mitgeführten Bälle zur Absolvierung der 18 Löcher ausreichen würden. Neben den Feuchtbiotopen und dem zum Teil dichten Baumbestand stellten auch die Grüns eine Herausforderung dar, da diese häufig stark onduliert waren und somit trickreiche Putts verlangten. Um dann schließlich dem Ganzen die fehlende Krone aufzusetzen blies auch noch ein böiger Wind über den Platz, der keinen Vergleich mit der wohlbekannten Anlage in Wall scheuen musste. All dies führte dazu, dass die am ersten Tag eingespielten Ergebnisse (trotz des hohen Ratings und den damit verbundenen Vorgabeschlägen) alles andere als positiv waren. Hatte jemand wegen des erwähnten Ratings mit einer Unterspielung geliebäugelt, so war dieser Traum zumeist schon nach wenigen Löcher oder spätestens bei der Hälfte der der Runde beendet. Am Ende von Tag eins standen nur drei Ergebnisse im Puffer zu Buche. Neben Dietmar Genilke, der 34 Zähler sammeln konnte und damit die B-Wertung anführte,

gelang dieses „Kunststück“ noch Erich Meyer (33) und Sylvia Richter (33). Auch Franciska Scheikowski, die ja noch nicht puffern muss, brachte mit 34 Nettopunkten ein beachtliches Ergebnis ins Clubhaus und wurde dafür mit dem zweiten Platz in der B-Konkurrenz belohnt. Im Netto-A siegte Curosch Chams-Mourkani (30) vor Niels Walther (29), da der Höchstwert (33 Punkte) von Erich Meyer durch seine 17 Brutto-Zähler übertroffen wurde und er damit den Turniersieg für sich entscheiden konnte.

Nach gemeinsamen Abendessen im Clubhaus ging es zur Siegerehrung ins nahe gelegene Hotel und hier wurde dann bei einem (oder mehreren) Bier(en) der erste Tag verabschiedet.

Am Sonntag ab 8:30 Uhr sollte es dann auf die zweite Runde gehen und da man ja nun schon Platzerfahrungen sammeln konnte, sollten die Ergebnisse eigentlich besser werden. EGENTLICH! Tatsächlich aber waren die Resultate im Durchschnitt noch betrüblicher. Nur Dietmar schaffte es erneut, seine Schläge zusammenzuhalten und sich in den Puffer zu retten. Logischer Weise brachte im sein offenbar solides Spiel wiederum den ersten Platz im B-Feld ein. Hinter ihm landete mit 27 Zählern Nico Mantzke, der allerdings schon samt mitgereister Familie die Heimfahrt angetreten hatte.

Da die nächstplatzierte Anette Mehling (ebenfalls 27 Punkte) auf Grund des Gaststatusses nicht an den Preisen partizipieren konnte, durfte sich Sylvia Richter (ein Punkt dahinter) über den zweiten Preis freuen. In der A-Wertung reichten 30 Zähler für den obersten Podestplatz (Gerald Senftleben) und 29 für den zweiten (Thomas Schurwanz), allerdings nur, weil Niels Walther (33 Netto-Punkte) sich mit 19 Bruttos als Turniersieger feiern lassen durfte.
Zusammenfassend kann festgehalten werden, dass sowohl der Platz als auch das Hotel die Reise wert waren und eine Wiederholung im nächsten Jahr ins Auge gefasst werden sollte. Vielleicht können auch dann  am Rande wieder neue Mitglieder in unseren Kreis aufgenommen werden so wie dieses Mal Helmut samt (nicht anwesender) Frau und Tochter.