Thommy Bergmann Gedächtnisturnier

vor 1 Monat, 1 Woche, 10 Stunden, 35 Minuten

Trotz der laufenden Ferien- und Urlaubszeit fanden sich 30 Albatrosse zum Thomas Bergmann-Gedächtnisturnier in Tremmen ein und neben dem ​eigentlichen Turniergeschehen wurde natürlich auch noch einmal in alten Erinnerungen geschwelgt. Thommys Bruder Günter hatte ein umfangreiches Fotoalbum mitgebracht und so konnte man die ersten Schritte des GSV-Albatros Revue passieren lassen. Neben vielen bekannten (seinerzeit beinahe jungendlichen) Gesichtern waren auch ehemalige Weggefährten zu sehen, die es zum Teil in andere Gefilde verschlagen hat.

Fast 25 Jahre sind die Albatrosse jetzt in der Golferszene aktiv und man kann sicherlich mit Stolz auf diese Zeit zurückblicken. Insbesondere wenn man bedenkt, dass über 700 Golferinnen und Golfer diese Einstiegsmöglichkeit genutzt haben und dann überwiegend auch dem Sport treu geblieben sind. Kaum ein Club in Berlin und Brandenburg in dem nicht aktive oder ehemalige Albatrosse ihrer Passion nachgehen. Das hätten sich in der Anfangszeit vermutlich nur wenige vorstellen können. Auch was die Organisation von Turnieren auf den verschiedenen Plätzen anbelangt ist im Laufe der Zeit vieles leichter, mitunter sogar selbstverständlich geworden. Man weiß eben, was man an den Albatrossen hat. Und so ist auch Tremmen in jedem Jahr ein fester Bestandteil des Turnierkalenders und stellte einen würdigen Rahmen für das Gedächtnisturnier dar.

Auch das Wetter zeigte sich von seiner besten Seite, nachdem es in den Vorwochen insbesondere im Havelland zu sintflutartigen Regengüssen gekommen war. Zum Glück hatte der Platz die Wassermassen gut verkraftet und zeigte sich in tadellosem Zustand. Was nicht bedeutete, dass die Bälle von alleine den richtigen Weg auf dem Fairway und dem Grün fanden. Wie immer wartete der Platz mit seinen spezifischen Herausforderungen auf und insbesondere die Back-nine ließen mal wieder allzu hochtrabende Pläne zu Staub zerfallen. So gab es denn auch nicht sonderlich viele Spitzenergebnisse zu bestaunen und so mancher war froh, sich mit Glück und Geschick wenigstens in den Puffer gerettet zu haben. Den Vogel schoss diesbezüglich Wilfried Kulike ab, der an der 18 aus rund 170 m (das Grün mehr erahnend) den Ball auf 2 m an den Stock beförderte und zum Birdie einlochte. Das hätte auch ins Auge gehen können und statt bei 34 Netto-Zählern wäre die Uhr bei deren 30 stehen geblieben. Aber Glück hat bekanntlich nur der Tüchtige und nebenbei noch gut Lachen.

Aber auch so manch anderer kämpfte beim finalen Putt um die letzten notwendigen Punkte, mitunter in sehr individuellen Hosen, ähh Posen natürlich.

Selbst technisch gesehen wurde nichts unversucht gelassen und sogar der Wechsel zum "Lefty-Putter" konnte beobachtet werden. Vielleicht lässt sich der kleine weiße Ball durch derartige Manöver ja beeindrucken wenn er die Füße "seines Herrn" mal von der anderen Seite sieht????

Wie zu erkennen war, blieb also so ziemlich nichts unversucht, um optimale Ergebnisse zu erzielen. Vielleicht sehen wir demnächst einen Schamanen mit Räucherstäbchen auf dem Grün als seelischen Beistand. Mentaltrainer erfreuen sich bei anderen Sportarten ja schon längere Zeit zunehmender Beliebtheit. Mitunter reicht aber auch schon der Zuspruch eines freundlichen Clubkameraden, um mit sich und dem Ergebnis zufrieden zu sein.

Danach galt es natürlich diese erspielten Ergebnisse einer eingehenden Prüfung zu unterziehen und mit skeptischem Blick das eigene Resultat in das bewegte Golferleben einzusortieren. Im Nachhinein weiß man ja bekanntlich immer, was man hätte besser machen können und wo die Schläge liegen geblieben sind.

Die nächste Chance es besser zu machen folgt ja auf dem Fuße und spätestens bei der bevorstehenden VM kann man wieder für Furore sorgen. Dieses Mal trugen sich die folgenden Albatrosse in die Siegerlisten ein: Thomas Schrecker glänzte mit einer von zwei Unterspielungen und führte das C-Feld mit 41 Nettos an. Ihm folgten auf den Plätzen Bernd Scholz (34 Pkte.) und Jörg Odenbach (dito). Die B-Klasse sah Reiner Mewes vorn (solide 36 Pkte.), hinter ihm reihten sich Peter Lehmann (31 Pkte.) und Franz-Daniel Mewes ein (30 Pkte.), der allerdings schon in Richtung Berlin unterwegs war. Insofern profitierte Christian Bering als Nachrücker und unverhoffter Preisträger. Im A-Klassement setzte sich Dirk Schönberg an die Spitze (34 Nettos), dahinter Wilfried Kulike (dito) und Burkhard Weber (31 Pkte.). Den Turniersieg schnappte sich Christian Kaik, der mit 37 Netto-Punkten die zweite Unterspielung des Tages ins Clubhaus brachte und zudem 29 Bruttos sammeln konnte. Zum Abschluss des Turniertages wurde dann  noch einmal ausgiebig in der Clubhistorie geschmöckert, in Form der schon erwähnten Fotoreihen aus den Anfangsjahren des GSV Albatros. Aber die Erfolgsgeschichte geht natürlich weiter, zumal das Highlight der Saison, die schon angesprochene VM in Wilkendorf, unmittelbar bevor steht.