Und ab geht´s ...

vor 2 Wochen, 1 Tag, 1 Stunde, 28 Minuten

... und zwar sowas von!! Wer bereits am Freitag vor Ort und im "Nepperminer Fischpalast" zugegen war, konnte sich schon mal auf das Wochenende in trauter Runde der Albatrosse einstimmen. Romantische Einblicke über das Achterwasser inbegriffen. Nach diversen Rundmails im Vorfeld, geschuldet den widersprüchlichen Angaben seitens des Hotels bezüglich der Teilnehmerzahl, fügte sich doch alles in gewohnter Manier und die ursprünglich kommunizierte Planung der Saisoneröffnung konnte ihren Lauf nehmen. So gingen nach ausgiebigem Frühstück in zeitlichem Versatz insgesamt 56 Albatrosse traditionell über den gelben Course. Sowohl Trolleys als auch E-Carts konnte genutzt werden, sodass das befürchtete Tragen des Golfgeraffels umgangen werden konnte. Da die Runde nach 9 Löcher nicht zum Heimatstützpunkt zurück führte, musste selbstredend am ersten Tee für den optimalen Getränkepegel gesorgt werden.

Derart gestärkt konnte ja kaum noch etwas schief gehen. Auch die Witterungsbedingungen standen einer amüsanten Runde nicht im Wege und anders als im letzten Jahr fiel die Wahl geeigneter Garderobe etwas leichter. Sozusagen "Sommerbefehl", wie altgediente Reserveoffiziere derartige Verhältnisse zu nennen pflegen. Leider präsentierten sich die Grüns noch nicht in Sommerlaune und die wohl erst kürzlich erfolgte Aerifizierung führte dann doch zu einigen wunderlich versprungenen Putts. Aber immerhin besser als auf den Wintergrüns bei der letzjährigen Saisoneröffnung, sodass ein reguläres, vorgabwirksames Turnier nach Stableford durchgeführt werden konnte. Sozusagen die ersten Punkte des Jahres und auch die erste Runde nach Überarbeitung der bisher vorhandenen Golfregularien. Ziel der Neuerungen war unter anderem das Spiel zu beschleunigen und die "ready to play" Regel fand, so wurde dem Chronisten zugetragen, mitunter recht drollige Auslegungen. Wenn also alle Beteiligten auf dem Grün angelangt sind und der am weitesten vom Stock Entfernte sich auf seinen Putt vorbereitet, ist es nicht förderlich wenn sich dann jemand "vordrängelt", in der Annahme, dies diene dem schnelleren Spiel. Aber, neue Regeln brauchen halt auch ihre Eingewöhnungszeit und man darf zuversichtlich sein, dass demnächst alles seinen geordneten Gang geht. Jedenfalls startete dessen ungeachtet das recht üppig ausgefallene Feld der Albatrosse, nicht ohne vorher den geplanten Ballflug schon mal geistig zu visualisieren. Das nennt man in der Fachsprache wohl mentale Vorbereitung.

Wie auch immer, letztlich zeigte sich, dass die Umlaufzeiten auch unter Berücksichtigung zweckdienlicher Regeländerungen denen der vergangenen Jahre entsprachen. Mit anderen Worten, die Marke von fünf Stunden wurde nur in Ausnahmefällen unterboten. Insofern konnte man froh sein, wenn an Loch 18 treue Albatrosse mit einem hochprozentigen Schluck zur Wiedererlangung der körperlichen und geistigen Kräfte aufwarteten.

Nach getaner Pflicht folgt bekanntlich die Kür in Form des geselligen Beisammenseins. Dieses Mal tatsächlich als geschlossene Gesellschaft in der "Alten Schule". Gemeinsames Eintreffen war für 18:30 Uhr angesetzt und während der Abgabe der vielfältigen Bestellungen von Speis und Trank sollte parallel die Turnierauswertung erfolgen. Allerdings hatte der Buschfunk kurzerhand das Procedere auf 18:00 Uhr  vorverlegt und als die Wettkampfleitung frohgemut und frisch geduscht eintraf, waren alle schon am Mampfen. Naja, "ready to play" halt eben. Wenn schon nicht schnelleres Spiel dann wenigsten schnelleres Essen.

Während sich also bei den versammelten Albatrossen das Sättigungsgefühl einstellte und diverse konsumierte Getränke den Frohsinnspegel ansteigen ließen, erfolgte das Einpflegen der Scorekarten durch die noch hungrige Wettkampfleitung. Wie heißt ein Werbeslogan so treffend? "Hauptsache ihr habt Spaß". Letztlich standen dann aber die absschließenden Turnierergebnisse fest und sollten selbstredend der wartenden Gemeinde mitgeteilt werden. Und zwar auch schwarz auf weiß, wozu eigens der zu diesem Zwecke angesschaffte "Reisedrucker" seinen Dienst aufnehmen sollte. Betonung liegt auf "sollte". Leider verweigerte dieses formschöne Gerät jegliche Kommunikation mit dem Rechner, sodass es zunächst bei der verbalen Verkündung der Sieger und Platzierten bleiben musste. Um dem Informationsbedarf der geneigten Mitglieder aber umgehend Sorge zu tragen, wurde die Liste nahezu zeitgleich ins Netz gestellt, wo diese (nunmehr ausschließlich von eingetragenen Mitgliedern) eingesehen werden kann. Der Datenschutz treibt schon seltsame Blüten, insbesonders in einer Zeit, in der auf den verschiedenen (a)sozialen Medien jeder noch so private (und überflüssige) Beitrag der staunenden Welt präsentiert wird. Sei´s drum, an dieser Stelle also fürderhin keine unbotmäßige Nennung von Mitgliedernamen. Eigentlich schade, fällt doch auf diese Weise die öffentliche Belobigung der wackeren Punktbesten in den einzelnen Kategorien aus. Insofern nur ganz allgemein an dieser Stelle noch einmal herzlichen Glückwunsch an alle, die stolz einen errungenen Gutsschein in heimatliche Gefilde mitnehmen durften. 

Der zweite Tag begann dann mit einem den kommenden Aufgaben angemessenen Frühstück, bevor der blaue Course in Angriff genommen wurde. 

 

Besonderes Highlight war ein fulminanter Abschlag an einem Par-4, wobei Augenzeugen berichten konnten, dass der Ball nur knapp das Loch und damit einen sensationellen "Albatros" verfehlte. Leider blieb es dann beim Birdie denn auch der Putt zum möglichen Eagle wollte nicht fallen. Aber immerhin, beihnahe ein Albatros vom Albatros. Bei der abschließenden Siegerehrung für den zweiten Teil der Saisoneröffnung hatte sich das Feld schon merklich ausgedünnt. Schließlich stand noch eine mehr oder weniger stressige Rückfahrt im Konvoi anderer Urlauber an und daheim schläft es sich ja immer noch am Besten.