Und los geht die wilde Punktejagd!

vor 1 Jahr, 6 Monate, 3 Wochen, 6 Tage, 18 Stunden, 35 Minuten

Fangen wir ausnahmsweise mal mit dem Turniersieger an ....

... eigentlich sollte dessen Miene ja nach durchaus vorzeigbaren Ergebnissen etwas heiterer ausfallen. Eigentlich! Aber das Mützenlogo gibt hier dem sportinteressierten Albatros den entscheidenden Hinweis. Richtig, die "Alte Dame" Hertha BSC hatte am Vortag gegen die Bajuwaren aus aller Herren Länder den Kürzeren gezogen und sowas wirkt beim "Hertha-Frosch" natürlich nach.

Wenn man allerdings die Gesamtheit der erspielten Einzelergebnisse betrachtet, könnte man meinen, alle anwesenden Albatrosse trauern gleich mit. Das wäre dann allerdings zuviel des Lokalpatriotismus und so dürfen andere Gründe angeführt werden, um zu erklären, warum es nicht eine Unterspielung zu belobigen gab und auch kaum die rettende Pufferzone erreicht werden konnte. Nach solider Meinungsbildung an der langen Tafel wurde die mangelnde Qualität der Grüns als Spaßverderber ausgemacht.

Tatsächlich misslangen selbst scheinbar sichere Putts aus geringer Entfernung. Leider handelte es sich dabei nicht um singuläre Ereignisse sondern dies trat in unschöner Regelmäßigkeit auf. So gesehen brauchte es einige Nervenstärke, um die kleine weiße Kugel ins Loch zu zittern.

Von derartiger Unbill war am Beginn  natürlich noch nichts zu erahnen. 38 Albatrosse gingen mit der Absicht auf die Runde, einen soliden Grundstein für die Albatros-Cup-Wertung zu legen. Und so war die Stimmung durchaus heiter und die bis in die Haarspitzen wirkende Motivation quasi mit Händen zu geifen.

Auch auf dem Fairway ließ die Konzentration nicht nach und bis zuletzt wurde auf lehrbuchhafte Bewegungsabläufe geachtet.

Auch die diversen Hindernisse wurden mit gewohnter Noblesse in das eigene Spiel einbezogen.

Aber, wie gesagt, all das nützt nichts wenn der Ball dann kurz vor dem Loch die lanschaftlich schönere Strecke wählt und den genervten Albatros zum Wahnsinn treibt. Selbst unser "Old Shurehand", der vor gefühlten 20 Jahren das letzte Mal den Puffer verfehlt hat, sah sich hier vor Probleme gestellt und auch das penible Abwandern der für gut befundenen Puttlinie führte nicht in gewohnter Konstanz zu den dazugehörigen Ergebnissen.

Da hätte MIchael Promnitz seinen Geburtstag dann wohl doch besser an der heimischen Frühstückstafel begonnen und nicht schon gleich mit einem potentiellen Streichergebnis für den Cup. Hoffen wir mal, dass die Jubelfeier in heimatlichen Gefilden den Tag noch retten konnte. Als schwacher Trost kann festgehalten werden, dass auch der Großteil der Gemeinde schwächelte. Womit wir nach langer Vorrede bei den Ergebnissen angekommen wären. Da in der Cupwertung weniger die direkte Platzierung als vielmehr die erspielten Punkte von Bedeutung sind, seien hier nur die erwähnt, die in den Nettoklasen 30 und mehr Punkte erspielen konnten. Kurioser Weise gelang dies im A-Klassement am Häufigsten und insofern liegt hier zunächst das Augenmerk des Chronisten. An der Spitze etablierte sich Carsten Boenisch, punktgleich folgte Frank Bär (jeweils 35 Pkte.). Einen Zähler weniger schlugen bei Sven Hampel zu Buche und Wilfried Kulike sowie Thomas Schurwanz reihten sich mit gleicher Anzahl an Nettos dahinter ein (32 Pkte.). Das nennt man dann wohl Schadensbegrenzung. Im B-Klassement gab es zumindest drei Ergebnisse im Bereich 30+. Hier sammelten Wolfgang Schütze, Maik Ortmann (je 31 Pkte.) sowie Reiner Mewes und Joe Dowling (beide 32 Pkte.) am Fleißigsten. Im Netto-C hingegen lief es noch weniger rund. Nur zwei Albatrossen gelangen Wertungen um die 30 Nettopunkte: Lars Richter setzte sich an die Spitze (31 Pkte.) vor Michael Hewel (30). Für Rang drei in der zwischenzeitlichen Cupwertung reichten Peter Lehmann schon 29 Zähler. Die besten Punktesammler im Brutto waren schon genannter Carsten mit 27 Punkten, gefolgt von Sven (23) und Thomas (21). Beim nächsten Cup in Wilkendorf kann dann wieder voll angegriffen und das Punktekonto aufgebessert werden. Dann schmeckt die finale Erbsensuppe auch gleich wieder viel besser.