Regelfälle und Lösungen für das Golf spielen auf dem Grün

vor 1 Jahr, 3 Monate, 3 Wochen, 3 Tage, 11 Stunden, 37 Minuten

Ist ein Golfball auf dem Grün in sein eigenes Einschlagloch eingebettet, dürfen Sie den Golfball, nachdem Sie ihn markiert haben, aufnehmen und die Pitchmarke ausbes­sern. Wird der Ballmarker verse­hentlich bei einer solchen Aus­besserung bewegt, so müssen Sie ihn wieder zurück legen. Diese Aktion ist straflos.

Sie dürfen auf dem Grün nicht nach Golfregel 16-1b verfahren, also Ihren Golfball nicht aufnehmen und reinigen. Sie dürfen nach Golfregel 25-2, im Gelände das Recht nutzen, einen in sein eigenes Einschlagloch im Boden eingebetteten Golfball straflos aufzunehmen, diesen Golfball zu reinigen und straflos so nahe wie möglich der Stelle, an der er lag, jedoch nicht näher zum Loch, fallen zu lassen.

Nach Golfregel 23-1 dürfen Sie jederzeit (sofern kein Golfball in Bewegung ist) auf dem Grün lose hinderliche Naturstoffe entfernen, berühren oder bewegen. Wird beim Entfernen von losen hinderlichen Naturstoffen der Golfball be­wegt, so ist dies straflos, sofern das Bewegen auf diese Handlung zurückzuführen ist. Der Golfball oder der Ballmarker muss in seine ursprüngliche Position zurückgelegt werden.

Nach Golfregel 25-1 b (III) können Sie auf dem Grün von ungewöhnlich beschaffenem Boden oder zeitweiliges Was­ser straflose Erleichterung in Anspruch nehmen, wenn Ihr Golfball darin zum Liegen gekommen ist.

Jeder kleinere Gegenstand, wie z.B. eine Münze, ein Tee, der als Golfballmarker dafür eingesetzt wurde, um die Lage Ihres Golfballs zu kennzeichnen, gilt nicht als Golfausrüstung im Sinne der Golfregeln. In diesem Fall handelt es sich um einen „Spielzufall”, wenn ein Ball durch einen Ballmarker abgelenkt wurde. Es gibt keine Strafe für denSpieler des Golfballs und der Golfball muss so gespielt werden, wie er liegt.

Nach Golfregel 17-3 dürfen Sie einen unbedienten Flaggenstock im Loch nur dann Straffrei treffen, wenn Sie einen Schlag außerhalb des Grüns gemacht haben. Spielen Sie Ihren Golfball vom Grün und treffen den unbedienten Flaggenstock, so erhalten Sie nach Golfregel 17-3 zwei Strafschläge.

Treffen Sie mit Ihrem Schlag auf dem Grün den Flaggenstock, ist es unerheblich, ob der Flaggenstock noch im Loch steckt, von jemandem mit Ihrer Ermächtigung bedient wird oder am Boden abgelegt wurde. In jedem der Fälle erhalten Sie nach Golfegel 17-3 zwei Strafschläge.

Wird nach der Golfregel 18-5 ein „in Ruhe befindlicher” Golfball während des Golfspiels durch einen anderen Golfball bewegt, so muss der bewegte Golfball straflos zurückgelegt werden. Der Golfball, der „den Golfball in Ruhe” bewegt hat, muss nach Golfregel 19-5 straflos gespielt werden, wie er liegt. Achtung: dies trifft allerdings nur dann zu, wenn der gespielte Golfball von außerhalb des Grüns gespielt wurde.

Lagen beide Golfbälle (gespielter Golfball und getroffener Golfball) be­ reits auf dem Grün, so erhält der Spieler, der den Golfball gespielt und damit den anderen Golfball getroffen hat zwei Strafschläge.

Ein Flaggenstock, der sich zwar im Loch befindet, gilt aber bereits als „bedient”, wenn je mand in seiner Nähe steht, während ein Schlag gemacht wird. Wird ein Flaggenstock vor Ihrem Schlag von jemandem bedient und Sie nehmen davon Kenntnis, ohne einen Einwand zu erheben, so gilt dies als Bedienung des Flaggenstocks mit Ihrer Ermächtigung.

Die Person, die für Sie den Flaggenstock bedient, trägt eine hohe Verantwortung. Macht diese Person einen Fehler und zieht den Flaggenstock nicht rechtzeitig aus dem Loch, so dass Ihr Ball den Flaggenstock trifft oder tritt die Person nicht rechtzeitig zur Seite, um Ihrem Golfball auszuweichen, so haben Sie den Schaden und ziehen sich zwei Strafschläge zu Ihrem Score zu. Die bedienende Person wird für seinen Fehler nicht bestraft! Geschieht dies allerdings absichtlich, wird der Bediener disqualifiziert.

Regel 13-4, Ball im Hindernis, Unzulässige Handlungen

vor 2 Jahre, 5 Monate, 1 Woche, 1 Tag, 9 Stunden, 43 Minuten

Hallo Albatrosse,

aus gegebenen Anlass, hier mal wieder etwas zu den Regeln.

Regel 13-4, Ball im Hindernis, Unzulässige Handlungen:

Sofern nicht in den Regeln vorgesehen, darf der Spieler, bevor er einen Schlag nach einem Ball macht, der in einem Hindernis ist (gleich ob Bunker oder Wasserhindernis) oder der in einem Hindernis aufgenommen wurde und darin fallen gelassen oder hingelegt werden darf, nicht

a) die Beschaffenheit des Hindernisses oder eines gleichartigen Hindernisses prüfen,

b) den Boden im Hindernis oder Wasser im Wasserhindernis mit seiner Hand oder einem Schläger berühren oder

c) einen losen hinderlichen Naturstoff berühren oder bewegen, der im Hindernis liegt oder es berührt.

Die kpl. Regel, könnt Ihr hier einsehen => DGV Rules4You

Gruß,

Der Regelausschuß

Regel 25-1: Erdgrabende Tiere

vor 3 Jahre, 4 Monate, 3 Wochen, 2 Tage, 17 Stunden, 13 Minuten

Hallo,

hier mal wieder etwas für unsere Regelecke, da sich im Bereich "Erdgrabende Tiere" seit dem 01.01.2014 etwas geändert hat:

So ist es jetzt durch eine "Platzregel" möglich, dass sofern "der Stand" durch einen Maulwurfshügel beeinflusst wird, nicht mehr die Regel 25-1 angewendet werden darf!

Hier der Regelauszug:

Regel 25-1:

a) Behinderung

Behinderung durch einen ungewöhnlich beschaffenen Boden ist gegeben, wenn ein Ball in einem solchen Umstand liegt oder ihn berührt oder wenn durch diesen Umstand die Standposition des Spielers oder der Raum seines beabsichtigten Schwungs betroffen ist. Liegt der Ball des Spielers auf dem Grün, so ist Behinderung auch dann gegeben, wenn sich ein ungewöhnlich beschaffener Boden auf dem Grün auf seiner Puttlinie befindet. Anderenfalls ist, wenn sich ein solcher Umstand lediglich auf der Spiellinie befindet, keine Behinderung nach dieser Regel gegeben.

Anmerkung: Die Spielleitung darf eine Platzregel erlassen, die besagt, dass Behinderung nach dieser Regel durch einen ungewöhnlich beschaffenen Boden nicht gegeben ist, wenn nur die Standposition des Spielers betroffen ist.

Ich bitte zu beachten, dass viele Clubs in Berlin/Brandenburg diese Platzregel seit dem 01.01.2014 eingeführt haben und auch wir uns daran halten müssen!!!

Regel 14-4: Ball öfter als einmal treffen

vor 3 Jahre, 5 Monate, 2 Wochen, 3 Stunden, 58 Minuten

Hallo Mitglieder,

wie viele von Euch beim "Intersport Olympia Cup" am 18. Grün mitbekommen haben, gab es eine Diskussion, ob ich den Ball zweimal bei meinem Pitch berührt habe.

Vorweg: Nein, habe ich nicht! Bei der Nachfrage gegenüber meines Zählers und dem dritten Flightpartner, wurde dies von Beiden verneint.

Hätte ich beim "Schlagen" den Ball "in Bewegung" ein zweites Mal berühert, muss die Regel 14-4 und die dem Entsprechende Decision angewendet werden, nach der ich mir einen Strafschlag hätte anrechnen müssen..

Regel 14-4:

Trifft der Schläger eines Spielers im Verlauf eines Schlags den Ball öfter als einmal, so muss er den Schlag zählen und einen Strafschlag hinzuzählen, d. h. sich insgesamt zwei Schläge anrechnen.

Decision:

Um diese Regel gibt es viel Verwirrung, da verschiedentlich und fälschlich der zweite Ballkontakt als Schlag mitgezählt wird. Das zweite Treffen des Balls ist jedoch kein Schlag, da der Spieler während der Schlagbewegung nicht die Absicht hat, sofort noch einmal den Ball in Bewegung zu schlagen. Die Absicht, den Ball zu schlagen, ist aber eine Voraussetzung, damit die Erklärung „Schlag" im Sinne der Golfregeln erfüllt ist

Der Regelausschuss bedankt sich für diese Information bei unserem Mitglied "Robert Platz", der dies im Internet bei den "Rules4You" auf der DGV-Seite gefunden hat.

Weitere Regeländerungen 2014/15

vor 3 Jahre, 7 Monate, 1 Tag, 9 Stunden, 48 Minuten

• Fünf-Minuten-Regel für Verspätung am ersten Abschlag
Die Fünf-Minuten-Regel gilt nun für jedes Wettspiel, ohne dass sie durch die Spielleitung in Kraft gesetzt werden muss. Das zu späte Abschlagen innerhalb von fünf Minuten nach der Startzeit, wird mit zwei Strafschlägen bzw. Lochverlust bestraft. Wer noch später kommt, wird disqualifiziert (Regel 6-3).

• Harken im Bunker vor dem Schlag
Das Harken im Bunker ist zum Zweck der Platzpflege auch schon vor dem Schlag erlaubt, wenn dabei insbesondere keine Stellen eingeebnet werden, die im weiteren Spiel auf der Spiellinie liegen oder Stand oder Schwung beeinflussen (Regel 13-4 und 13-2).

• Bewegen des Balls nach dem Ansprechen
Bewegt sich der Ball nach dem Ansprechen, so zieht sich der Spieler einen Strafschlag zu und er muss den Ball zurücklegen. Eine Ausnahme gilt, wenn es sicher ist, dass der Ball durch äußere Umstände, z.B. eine starke Windböe, bewegt wurde. Das ist straflos und der Ball muss gespielt werden, wie er liegt (Regel 18-2). Ein Ball gilt zukünftig nur als angesprochen, wenn der Spieler seinen Schläger unmittelbar vor oder hinter dem Ball aufsetzt. Die Einnahme des Stands zählt nicht mehr dazu.

• Beeinflussung des Balls
Ein Spieler darf weder die Lage des eigenen noch die des Balls seiner Mitspieler beeinflussen. Beides führt zu zwei Strafschlägen bzw. Lochverlust (Regel 1-2). Aber alle Fälle, bei denen dieser Verstoß durch eine andere Regel erfasst wird, werden nach der jeweils anwendbaren Regel behandelt.

• Ball suchen, Ball sehen
Beim Suchen in Hindernissen zieht sich der Spieler (wie bisher nur im Gelände) nun einen Strafschlag zu, falls sich der von losen hinderlichen Naturstoffen bedeckte Ball bei der Suche bewegt (Regel 12-1).

• Ball in Bewegung abgelenkt oder aufgehalten
Lenkt etwas Nicht zum Spiel Gehöriges zufällig einen Ball ab, so ist das straflos. Der Ball wird gespielt, wie er liegt. Bei absichtlichem Ablenken wird die Stelle geschätzt, an der der Ball gelandet wäre und er muss dort fallengelassen werden (Regel 19-1).
 

aus: Anderung der Golfregeln  ab 2012 ( http://www.golf.de/dgv/golfregeln.cfm?objectid=60092361)

Regeländerungen 2014-2015

vor 3 Jahre, 9 Monate, 1 Woche, 3 Tage, 10 Stunden, 25 Minuten

Damit wir gut in die neue Saison starten, hier schon mal vorab die wichtigsten Regeländerungen 2014-2015:

  • Die neue Entscheidung 14-3/18 bestätigt, dass der Spieler während der festgesetzten Runde Wetterinformationen auf einem Smartphone ablesen darf, ohne damit gegen die Regeln zu verstoßen. Wichtiger noch ist jedoch, dass sich Spieler mit entsprechenden Apps regelkonform über ein Gewitter informieren oder davor warnen lassen können.

  • Die neue Entscheidung 18/4 bestimmt, dass ein Ball, bei dem nicht zu sehen war, dass dieser sich bewegt hat und an anderer Stelle zur Ruhe kam und dessen Bewegung nur durch einen Videobeweis festgestellt werden kann, nicht als bewegt gilt.

  • Die geänderte Entscheidung 25-2/0.5 hilft (auch mit einer Grafik) bei der Feststellung, wann ein Ball als „eingebettet“ gilt.

  • Die geänderte Entscheidung 27-2a/1.5 erlaubt einem Spieler, (neben der Option nach Regel 27-2, sofort einen provisorischen Ball zu spielen) auch ca. 45 Meter vorzugehen und erst dann zu entscheiden, einen provisorischen Ball zu spielen.

Da wir oft das Thema "Entfernungsmesser" hatten, hier nochmal ein Regelauszug:

Durch diese beiden Entscheidungen werden nun alle diejenigen Smartphones als Entfernungsmesser zulässig, die bisher nur wegen der fest eingebauten Kompassfunktion und des Wetterberichts nicht mit einer Entfernungsmesser-App betrieben werden durften. Alle anderen Einschränkungen zum Messen oder Schätzen von spielrelevanten Umständen bleiben unverändert bestehen.

Nach wie vor sind Entfernungsmesser nur zugelassen, sofern dazu auf der betreffenden Golfanlage eine Platzregel existiert, die die Benutzung eines Entfernungsmessers genehmigt, der nur die einfache Strecke messen kann und keine anderen Umstände misst oder schätzt, die den Spieler bei der Schlägerwahl oder dem nächsten Schlag unterstützen.

Bisher war in der Entscheidung 14-3/4 die Benutzung eines Kompasses als unzulässig beschrieben worden. Seit dem 1.1.2014 ist nun die Benutzung eines Kompasses zulässig, da er nur eine unveränderliche Richtungsangabe liefert.

Weiterhin erlaubt die neue Entscheidung 14-3/18, einen Wetterbericht auf einem elektronischen Gerät anzuschauen. Es wird also neuerdings unterschieden zwischen dem Ablesen des vorhergesagten Wetters für eine Region, das noch nicht einmal für den Golfplatz zutreffen muss und dem Messen eines Umstands (z. B. der Temperatur mit einem Thermometer). Das Ablesen der allgemein verfügbaren Information ist auch hier erlaubt, das Messen oder Schätzen eines Umstands in der unmittelbaren Nähe des Spielers dagegen nicht.

Die aktuelle Auflage des Royal & Ancient Golf Club of St. Andrews und der United States Golf Association ist in der englischen Originalversion seit Ende November 2013 verfügbar. Die deutsche Übersetzung durch den Deutschen Golf Verband wird etwa im März 2014 erscheinen.

Der Regelausschuß