Regeländerungen ab 01.01.2019

vor 2 Monate, 2 Wochen, 14 Stunden, 10 Minuten

Regeländerungen 2019

 


Ab 01.01.2019 gelten weltweit neue Golfregeln! Dabei handelt es sich um die größte Regelrevision seit über 30 Jahren. Wir haben die wichtigsten Änderungen für Sie zusammengefasst:

 
Suchzeit (Regel 18)

Bisher standen fünf Minuten zur Verfügung um einen verlorenen Ball wiederzufinden.

Neu beträgt die maximale Suchzeit nur noch drei Minuten.

Gut zu wissen: Die meisten Bälle wurden bereits bisher innerhalb von drei Minuten gefunden und die Suche in den letzten beiden Minuten verlief oftmals erfolglos – insofern wird davon ausgegangen, dass sich diese Regeländerung nicht negativ auf die Scores auswirken wird.

Siehe „Golfregeln kompakt 2019“, Seite 12.


Ball beim Suchen bewegt (Regel 7)

Bisher erhielt der Spieler in aller Regel einen Strafschlag, wenn er beim Suchen seinen Ball bewegte.

Neu ist ein solches Versehen straflos.

Gut zu wissen: Damit kann man bei der Suche im dichten Gras unbedenklich Füsse und Schläger zu Hilfe nehmen.

Siehe „Golfregeln kompakt 2019“, Seite 12.


Ball identifizieren (Regel 7)

Wollte man bisher seinen Ball zum Identifizieren aufnehmen, musste zuvor ein Mitspieler informiert und ihm Gelegenheit gegeben werden, das Prozedere zu überwachen.

Neu müssen Sie keinen Mitspieler mehr informieren.

Gut zu wissen: Sofern es die Umstände zulassen, ist es aus Gründen der Fairness und zur Vermeidung von Missverständnissen sinnvoll, die Mitspieler weiterhin zu informieren, bevor man seinen Ball aufnimmt.

Siehe „Golfregeln kompakt 2019“, Seite 12.


Provisorischer Ball (Regel 18)

Bisher durfte ein solcher nur gespielt werden, bevor der Spieler nach vorne ging, um nach seinem ersten Ball zu suchen (bis zu 45 m nach vorne zu gehen war allerdings erlaubt).

Neu dürfen Sie einen provisorischen Ball auch dann spielen, nachdem Sie bereits eine Weile nach Ihrem ursprünglichen Ball gesucht haben.

Gut zu wissen: Durch die Verkürzung der Suchzeit auf drei Minuten, wird es kaum mehr möglich sein, einen provisorischen Ball zu spielen, nachdem man bereits eine Weile gesucht hat. Denn nach Ablauf der drei Minuten ist es kein provisorischer Ball mehr, sondern automatisch ein neuer Ball im Spiel.

Siehe „Golfregeln kompakt 2019“, Seite 34.


Eingebetteter Ball (Regel 16)

Bisher gab es nur Erleichterung, wenn sich der Ball auf einer kurzgemähten Fläche eingebohrt hatte.

Neu dürfen Sie bei allen im Gelände eingebetteten Bällen straflos droppen, also auch im Semirough und Rough.

Gut zu wissen: Eingebohrte Bälle im Bunker oder in Penalty Areas müssen nach wie vor gespielt werden, wie sie liegen.

Siehe „Golfregeln kompakt 2019“, Seite 15.


Schlägerlänge (Erklärung)

Bisher durfte der Spieler zum Abmessen einer Schlägerlänge einen beliebigen seiner Schläger verwenden.

Neu gilt als Schlägerlänge der längste Schläger den Sie im Bag haben, ausgenommen der Putter.

Gut zu wissen: Das Abmessen mit überlangen, sogenannten Besenstiel-Puttern hat damit ein Ende.

Siehe „Golfregeln kompakt 2019“, Seite 6.


Droppen (Regel 14)

Bisher musste aus Schulterhöhe gedroppt werden.

Neu müssen Sie aus Kniehöhe droppen.

Gut zu wissen: Falls Sie aus alter Gewohnheit aus Schulterhöhe droppen: Kein Problem, einfach den Ball aufnehmen und straflos erneut droppen.

Siehe „Golfregeln kompakt 2019“, Seite 6.


Tierlöcher (Regel 16)

Von Tierlöchern gab es bisher nur Erleichterung, wenn diese von Erdgänge grabenden Tieren, Reptilien oder Vögeln stammten.

Neu fällt diese Einschränkung hinsichtlich der Tierart weg und Sie dürfen von Löchern und Wühlspuren sämtlicher Tiere (ausgenommen Insekten und Würmer) straflos wegdroppen.

Gut zu wissen: In der Praxis geht es meistens um Maulwurfshügel und Mauselöcher.

Siehe „Golfregeln kompakt 2019“, Seite 16.


Falsches Grün (Regel 13)

Landet der Ball auf einem falschen Grün, darf zur Schonung nicht von dort gespielt werden. Landet der Ball lediglich nahe eines falschen Grüns, durfte der Spieler bisher aber sehr wohl auf dem falschen Grün stehen, um seinen Ball zu spielen.

Neu müssen Sie auch dann straflos droppen, wenn Sie Ihren Stand auf einem falschen Grün einnehmen müssten.

Gut zu wissen: Damit ist der Ort zum Droppen nun in der Regel etwas weiter vom Grün entfernt.

Siehe „Golfregeln kompakt 2019“, Seite 12.


Ball trifft Spieler oder Ausrüstung (Regel 11)

Bisher führte es zu einem Strafschlag, wenn man als Spieler sich selbst oder die eigene Ausrüstung traf.

Neu ist dies straflos, Voraussetzung ist allerdings, dass es sich um ein Versehen handelt.

Gut zu wissen: Es ist somit nicht gestattet, die Ausrüstung oder einen Fuß als Ballstopper zu platzieren.

Siehe „Golfregeln kompakt 2019“, Seite 18.


Doppelschlag (Regel 10)

Bisher kostete es einen Strafschlag, wenn man beim Schlag hängen blieb und den Ball mehr als einmal traf.

Neu ist ein solches Versehen straflos.

Gut zu wissen: Ein Doppelschlag zählt somit einfach als ein Schlag.

Siehe „Golfregeln kompakt 2019“, Seite 21.


Sandberührung im Bunker (Regel 12)

Bisher durfte der Bunkersand vor dem Schlag bis auf ganz wenige Ausnahmen nicht berührt werden.

Neu ist die beiläufige Berührung des Sandes grundsätzlich erlaubt, d. h. Sie dürfen sich beispielsweise auf den Schläger abstützen. Allerdings ist es nach wie vor nicht gestattet, die Beschaffenheit des Sandes vor dem Schlag zu prüfen, die Spiellinie zu verbessern, den Schläger vor oder hinter dem Ball aufzusetzen oder Probeschwünge mit Sandberührung zu machen.

Gut zu wissen: Damit ist im Bunker etwas weniger Vorsicht geboten, besonders, wenn man sich nicht in unmittelbarer Nähe des Balls befindet.

Siehe „Golfregeln kompakt 2019“, Seite 22.


Lose Naturstoffe (Regel 15)

Bisher mussten Blätter, Zweige, Steine, Äste und andere lose Naturstoffe in Bunkern und Wasserhindernissen liegen bleiben.

Neu dürfen Sie diese überall straflos entfernen, das heißt auch in Bunkern und sogenannten Penalty Areas (so heissen Wasserhindernisse neu).

Gut zu wissen: Beachten Sie, dass sich beim Entfernen von losen Naturstoffen nach wie vor der Ball nicht bewegen darf.

Siehe „Golfregeln kompakt 2019“, Seite 23 & 31.


Unspielbarer Ball im Bunker (Regel 19)

Bisher standen dem Spieler drei Möglichkeiten zum Droppen – jeweils verbunden mit einem Strafschlag – zur Verfügung, wenn er seinen Ball im Bunker für unspielbar erklärte.

Neu steht Ihnen eine vierte Option zur Verfügung: Sie können nun unmittelbar hinter dem Bunker droppen. Diese Variante kostet allerdings nicht einen, sondern zwei Strafschläge.

Gut zu wissen: Damit kann man Bunkerschläge komplett umgehen, allerdings wird sich das kaum rechnen.

Siehe „Golfregeln kompakt 2019“, Seite 25.


Penalty Areas (Erklärung)

Bisher durften Wasserhindernisse grundsätzlich nur als solche markiert werden, wenn sie tatsächlich Wasser enthielten.

Neu heißen Wasserhindernisse Penalty Areas und müssen nicht mehr zwingend Wasser enthalten.

Gut zu wissen: Es ist Golfclubs somit freigestellt, auch andere Flächen als Penalty Areas zu markieren, damit seitlich gedroppt und das Spiel beschleunigt werden kann.

Siehe „Golfregeln kompakt 2019“, Seite 27.


Droppmöglichkeiten bei Penalty Areas (Regel 17)

Bisher konnte bei einem seitlichen Wasserhindernis auf der gegenüberliegenden Seite des Kreuzungspunktes (wo der Ball ins Wasserhindernis geflogen ist) gedroppt werden.

Neu heißt es rote Penalty Area und die Droppmöglichkeit auf der anderen Seite wurde aufgehoben.

Gut zu wissen: Diese Variante wurde bereits bisher kaum benutzt und wenn, führte sie nur zu Verwirrung.

Siehe „Golfregeln kompakt 2019“, Seite 29.


Boden- und Wasserberührung in Penalty Areas (Regel 17)

Wenn man sich entscheidet, den Ball aus einem Wasserhindernis zu spielen, wie er liegt, durfte bisher der Boden und das Wasser vor dem Schlag nicht berührt werden.

Neu dürfen Sie den Schläger am Boden oder im Wasser aufsetzen, wenn Sie den Ball aus einer Penalty Area spielen.

Gut zu wissen: Erfahrungsgemäß führt es kaum zum Erfolg, einen Ball aus dem Wasser zu spielen, sobald er vollständig von Wasser bedeckt ist.

Siehe „Golfregeln kompakt 2019“, Seite 30.


Ball bewegt sich auf Grün nach Markieren und Zurücklegen (Regel 13)

Bisher musste der Ball von der neuen Stelle gespielt werden, wenn er sich nach dem Markieren und Zurücklegen von selbst oder durch Wind bewegte.

Neu müssen Sie den Ball zurücklegen.

Gut zu wissen: Bereits bisher legten die meisten Spieler den Ball reflexartig – wenn auch fälschlicherweise – zurück. Die neue Regel kommt somit dem natürlichen Instinkt entgegen.

Siehe „Golfregeln kompakt 2019“, Seite 38.


Ball auf Grün aus Versehen durch Spieler bewegt (Regel 13)

Bisher war das versehentliche Bewegen des Balls auf dem Grün nur in Ausnahmefällen straflos.

Neu ist ein solches Versehen in allen Fällen straflos.

Gut zu wissen: Wenn Ihnen z. B. der Schläger aus der Hand fällt oder Sie einen Probeschwung zu nah am Ball ausführen und Ihr Ball dadurch bewegt wird – einfach straflos den Ball zurücklegen.

Siehe „Golfregeln kompakt 2019“, Seite 39.


Schäden auf Grün ausbessern (Regel 13)

Bisher durfte die Puttlinie bis auf wenige Ausnahmen wie z. B. Pitchmarks oder alte Lochpfropfen nicht verbessert werden.

Neu dürfen Sie praktisch alle Beschädigungen auf dem Grün ausbessern, insbesondere auch Spikemarken.

Gut zu wissen: Dies ist aber kein Freipass, um die ganze Puttlinie zu glätten, denn natürliche Unregelmässigkeiten gehören zum Spiel.

Siehe „Golfregeln kompakt 2019“, Seite 40.


Keinen Schläger ablegen um sich auszurichten (Regel 10)

Bisher war es gestattet, z. B. auf dem Grün den Putter abzulegen, um sich für den Schlag auszurichten.

Neu dürfen Sie keinen Schläger mehr ablegen, um Ihren Stand daran auszurichten.

Gut zu wissen: Dasselbe gilt auch für andere Objekte, die zur Ausrichtung behilflich sein könnten.

Siehe „Golfregeln kompakt 2019“, Seite 39.


Keine Hilfe durch Caddie beim Ausrichten (Regel 10)

Bisher durfte sich der Spieler durch seinen Caddie für den Putt ausrichten lassen.

Neu ist es nicht mehr gestattet, dass sich der Caddie hinter den Spieler stellt und diesen für den Putt zum Ziel ausrichtet.

Gut zu wissen: Diese Regeländerung betrifft vor allem Profis und ist für den Clubgolfer kaum von Belang.

Siehe „Golfregeln kompakt 2019“, Seite 39.


Treffen der Fahnenstange (Regel 13)

Bisher musste die Fahne bedient oder entfernt werden, da sie beim Putten nicht getroffen werden durfte.

Neu ist das Treffen der Fahnenstange straflos, das heißt, Sie können die Fahne immer im Loch stecken lassen.

Gut zu wissen: Statistisch ist es besser, die Fahne stets im Loch zu lassen, da die Fahnenstange das Einlochen des Balls begünstigt.

Siehe „Golfregeln kompakt 2019“, Seite 42.


Ball an Fahnenstange eingeklemmt (Regel 13)

Bisher musste in diesem Fall die Fahne entfernt werden, damit der Ball ins Loch fällt.

Neu gilt der Ball bereits als eingelocht, wenn ein Teil des Balls unterhalb der Lochkante ist.

Gut zu wissen: Ein eingeklemmter Ball gilt somit praktisch immer als eingelocht.

Siehe „Golfregeln kompakt 2019“, Seite 43.


Distanzmessgeräte (Regel 4)

Bisher waren diese nur gestattet, wenn sie durch eine Platzregel ausdrücklich erlaubt wurden.

Neu dürfen Sie Distanzmessgeräte grundsätzlich verwenden, es sei denn eine Platzregel verbietet ihren Gebrauch.

Gut zu wissen: Diese Regel ändert in der Praxis kaum etwas, da fast alle Golfclubs bereits bisher Distanzmessgeräte erlaubten.

Regelfälle und Lösungen für das Golf spielen auf dem Grün

vor 2 Jahre, 3 Monate, 2 Wochen, 1 Tag, 9 Stunden, 47 Minuten

Ist ein Golfball auf dem Grün in sein eigenes Einschlagloch eingebettet, dürfen Sie den Golfball, nachdem Sie ihn markiert haben, aufnehmen und die Pitchmarke ausbes­sern. Wird der Ballmarker verse­hentlich bei einer solchen Aus­besserung bewegt, so müssen Sie ihn wieder zurück legen. Diese Aktion ist straflos.

Sie dürfen auf dem Grün nicht nach Golfregel 16-1b verfahren, also Ihren Golfball nicht aufnehmen und reinigen. Sie dürfen nach Golfregel 25-2, im Gelände das Recht nutzen, einen in sein eigenes Einschlagloch im Boden eingebetteten Golfball straflos aufzunehmen, diesen Golfball zu reinigen und straflos so nahe wie möglich der Stelle, an der er lag, jedoch nicht näher zum Loch, fallen zu lassen.

Nach Golfregel 23-1 dürfen Sie jederzeit (sofern kein Golfball in Bewegung ist) auf dem Grün lose hinderliche Naturstoffe entfernen, berühren oder bewegen. Wird beim Entfernen von losen hinderlichen Naturstoffen der Golfball be­wegt, so ist dies straflos, sofern das Bewegen auf diese Handlung zurückzuführen ist. Der Golfball oder der Ballmarker muss in seine ursprüngliche Position zurückgelegt werden.

Nach Golfregel 25-1 b (III) können Sie auf dem Grün von ungewöhnlich beschaffenem Boden oder zeitweiliges Was­ser straflose Erleichterung in Anspruch nehmen, wenn Ihr Golfball darin zum Liegen gekommen ist.

Jeder kleinere Gegenstand, wie z.B. eine Münze, ein Tee, der als Golfballmarker dafür eingesetzt wurde, um die Lage Ihres Golfballs zu kennzeichnen, gilt nicht als Golfausrüstung im Sinne der Golfregeln. In diesem Fall handelt es sich um einen „Spielzufall”, wenn ein Ball durch einen Ballmarker abgelenkt wurde. Es gibt keine Strafe für denSpieler des Golfballs und der Golfball muss so gespielt werden, wie er liegt.

Nach Golfregel 17-3 dürfen Sie einen unbedienten Flaggenstock im Loch nur dann Straffrei treffen, wenn Sie einen Schlag außerhalb des Grüns gemacht haben. Spielen Sie Ihren Golfball vom Grün und treffen den unbedienten Flaggenstock, so erhalten Sie nach Golfregel 17-3 zwei Strafschläge.

Treffen Sie mit Ihrem Schlag auf dem Grün den Flaggenstock, ist es unerheblich, ob der Flaggenstock noch im Loch steckt, von jemandem mit Ihrer Ermächtigung bedient wird oder am Boden abgelegt wurde. In jedem der Fälle erhalten Sie nach Golfegel 17-3 zwei Strafschläge.

Wird nach der Golfregel 18-5 ein „in Ruhe befindlicher” Golfball während des Golfspiels durch einen anderen Golfball bewegt, so muss der bewegte Golfball straflos zurückgelegt werden. Der Golfball, der „den Golfball in Ruhe” bewegt hat, muss nach Golfregel 19-5 straflos gespielt werden, wie er liegt. Achtung: dies trifft allerdings nur dann zu, wenn der gespielte Golfball von außerhalb des Grüns gespielt wurde.

Lagen beide Golfbälle (gespielter Golfball und getroffener Golfball) be­ reits auf dem Grün, so erhält der Spieler, der den Golfball gespielt und damit den anderen Golfball getroffen hat zwei Strafschläge.

Ein Flaggenstock, der sich zwar im Loch befindet, gilt aber bereits als „bedient”, wenn je mand in seiner Nähe steht, während ein Schlag gemacht wird. Wird ein Flaggenstock vor Ihrem Schlag von jemandem bedient und Sie nehmen davon Kenntnis, ohne einen Einwand zu erheben, so gilt dies als Bedienung des Flaggenstocks mit Ihrer Ermächtigung.

Die Person, die für Sie den Flaggenstock bedient, trägt eine hohe Verantwortung. Macht diese Person einen Fehler und zieht den Flaggenstock nicht rechtzeitig aus dem Loch, so dass Ihr Ball den Flaggenstock trifft oder tritt die Person nicht rechtzeitig zur Seite, um Ihrem Golfball auszuweichen, so haben Sie den Schaden und ziehen sich zwei Strafschläge zu Ihrem Score zu. Die bedienende Person wird für seinen Fehler nicht bestraft! Geschieht dies allerdings absichtlich, wird der Bediener disqualifiziert.

Regel 13-4, Ball im Hindernis, Unzulässige Handlungen

vor 3 Jahre, 4 Monate, 4 Wochen, 1 Tag, 17 Stunden, 53 Minuten

Hallo Albatrosse,

aus gegebenen Anlass, hier mal wieder etwas zu den Regeln.

Regel 13-4, Ball im Hindernis, Unzulässige Handlungen:

Sofern nicht in den Regeln vorgesehen, darf der Spieler, bevor er einen Schlag nach einem Ball macht, der in einem Hindernis ist (gleich ob Bunker oder Wasserhindernis) oder der in einem Hindernis aufgenommen wurde und darin fallen gelassen oder hingelegt werden darf, nicht

a) die Beschaffenheit des Hindernisses oder eines gleichartigen Hindernisses prüfen,

b) den Boden im Hindernis oder Wasser im Wasserhindernis mit seiner Hand oder einem Schläger berühren oder

c) einen losen hinderlichen Naturstoff berühren oder bewegen, der im Hindernis liegt oder es berührt.

Die kpl. Regel, könnt Ihr hier einsehen => DGV Rules4You

Gruß,

Der Regelausschuß

Regel 25-1: Erdgrabende Tiere

vor 4 Jahre, 4 Monate, 2 Wochen, 15 Stunden, 23 Minuten

Hallo,

hier mal wieder etwas für unsere Regelecke, da sich im Bereich "Erdgrabende Tiere" seit dem 01.01.2014 etwas geändert hat:

So ist es jetzt durch eine "Platzregel" möglich, dass sofern "der Stand" durch einen Maulwurfshügel beeinflusst wird, nicht mehr die Regel 25-1 angewendet werden darf!

Hier der Regelauszug:

Regel 25-1:

a) Behinderung

Behinderung durch einen ungewöhnlich beschaffenen Boden ist gegeben, wenn ein Ball in einem solchen Umstand liegt oder ihn berührt oder wenn durch diesen Umstand die Standposition des Spielers oder der Raum seines beabsichtigten Schwungs betroffen ist. Liegt der Ball des Spielers auf dem Grün, so ist Behinderung auch dann gegeben, wenn sich ein ungewöhnlich beschaffener Boden auf dem Grün auf seiner Puttlinie befindet. Anderenfalls ist, wenn sich ein solcher Umstand lediglich auf der Spiellinie befindet, keine Behinderung nach dieser Regel gegeben.

Anmerkung: Die Spielleitung darf eine Platzregel erlassen, die besagt, dass Behinderung nach dieser Regel durch einen ungewöhnlich beschaffenen Boden nicht gegeben ist, wenn nur die Standposition des Spielers betroffen ist.

Ich bitte zu beachten, dass viele Clubs in Berlin/Brandenburg diese Platzregel seit dem 01.01.2014 eingeführt haben und auch wir uns daran halten müssen!!!

Regel 14-4: Ball öfter als einmal treffen

vor 4 Jahre, 5 Monate, 5 Tage, 2 Stunden, 8 Minuten

Hallo Mitglieder,

wie viele von Euch beim "Intersport Olympia Cup" am 18. Grün mitbekommen haben, gab es eine Diskussion, ob ich den Ball zweimal bei meinem Pitch berührt habe.

Vorweg: Nein, habe ich nicht! Bei der Nachfrage gegenüber meines Zählers und dem dritten Flightpartner, wurde dies von Beiden verneint.

Hätte ich beim "Schlagen" den Ball "in Bewegung" ein zweites Mal berühert, muss die Regel 14-4 und die dem Entsprechende Decision angewendet werden, nach der ich mir einen Strafschlag hätte anrechnen müssen..

Regel 14-4:

Trifft der Schläger eines Spielers im Verlauf eines Schlags den Ball öfter als einmal, so muss er den Schlag zählen und einen Strafschlag hinzuzählen, d. h. sich insgesamt zwei Schläge anrechnen.

Decision:

Um diese Regel gibt es viel Verwirrung, da verschiedentlich und fälschlich der zweite Ballkontakt als Schlag mitgezählt wird. Das zweite Treffen des Balls ist jedoch kein Schlag, da der Spieler während der Schlagbewegung nicht die Absicht hat, sofort noch einmal den Ball in Bewegung zu schlagen. Die Absicht, den Ball zu schlagen, ist aber eine Voraussetzung, damit die Erklärung „Schlag" im Sinne der Golfregeln erfüllt ist

Der Regelausschuss bedankt sich für diese Information bei unserem Mitglied "Robert Platz", der dies im Internet bei den "Rules4You" auf der DGV-Seite gefunden hat.

Weitere Regeländerungen 2014/15

vor 4 Jahre, 6 Monate, 3 Wochen, 1 Tag, 17 Stunden, 58 Minuten

• Fünf-Minuten-Regel für Verspätung am ersten Abschlag
Die Fünf-Minuten-Regel gilt nun für jedes Wettspiel, ohne dass sie durch die Spielleitung in Kraft gesetzt werden muss. Das zu späte Abschlagen innerhalb von fünf Minuten nach der Startzeit, wird mit zwei Strafschlägen bzw. Lochverlust bestraft. Wer noch später kommt, wird disqualifiziert (Regel 6-3).

• Harken im Bunker vor dem Schlag
Das Harken im Bunker ist zum Zweck der Platzpflege auch schon vor dem Schlag erlaubt, wenn dabei insbesondere keine Stellen eingeebnet werden, die im weiteren Spiel auf der Spiellinie liegen oder Stand oder Schwung beeinflussen (Regel 13-4 und 13-2).

• Bewegen des Balls nach dem Ansprechen
Bewegt sich der Ball nach dem Ansprechen, so zieht sich der Spieler einen Strafschlag zu und er muss den Ball zurücklegen. Eine Ausnahme gilt, wenn es sicher ist, dass der Ball durch äußere Umstände, z.B. eine starke Windböe, bewegt wurde. Das ist straflos und der Ball muss gespielt werden, wie er liegt (Regel 18-2). Ein Ball gilt zukünftig nur als angesprochen, wenn der Spieler seinen Schläger unmittelbar vor oder hinter dem Ball aufsetzt. Die Einnahme des Stands zählt nicht mehr dazu.

• Beeinflussung des Balls
Ein Spieler darf weder die Lage des eigenen noch die des Balls seiner Mitspieler beeinflussen. Beides führt zu zwei Strafschlägen bzw. Lochverlust (Regel 1-2). Aber alle Fälle, bei denen dieser Verstoß durch eine andere Regel erfasst wird, werden nach der jeweils anwendbaren Regel behandelt.

• Ball suchen, Ball sehen
Beim Suchen in Hindernissen zieht sich der Spieler (wie bisher nur im Gelände) nun einen Strafschlag zu, falls sich der von losen hinderlichen Naturstoffen bedeckte Ball bei der Suche bewegt (Regel 12-1).

• Ball in Bewegung abgelenkt oder aufgehalten
Lenkt etwas Nicht zum Spiel Gehöriges zufällig einen Ball ab, so ist das straflos. Der Ball wird gespielt, wie er liegt. Bei absichtlichem Ablenken wird die Stelle geschätzt, an der der Ball gelandet wäre und er muss dort fallengelassen werden (Regel 19-1).
 

aus: Anderung der Golfregeln  ab 2012 ( http://www.golf.de/dgv/golfregeln.cfm?objectid=60092361)

Regeländerungen 2014-2015

vor 4 Jahre, 9 Monate, 1 Tag, 8 Stunden, 35 Minuten

Damit wir gut in die neue Saison starten, hier schon mal vorab die wichtigsten Regeländerungen 2014-2015:

  • Die neue Entscheidung 14-3/18 bestätigt, dass der Spieler während der festgesetzten Runde Wetterinformationen auf einem Smartphone ablesen darf, ohne damit gegen die Regeln zu verstoßen. Wichtiger noch ist jedoch, dass sich Spieler mit entsprechenden Apps regelkonform über ein Gewitter informieren oder davor warnen lassen können.

  • Die neue Entscheidung 18/4 bestimmt, dass ein Ball, bei dem nicht zu sehen war, dass dieser sich bewegt hat und an anderer Stelle zur Ruhe kam und dessen Bewegung nur durch einen Videobeweis festgestellt werden kann, nicht als bewegt gilt.

  • Die geänderte Entscheidung 25-2/0.5 hilft (auch mit einer Grafik) bei der Feststellung, wann ein Ball als „eingebettet“ gilt.

  • Die geänderte Entscheidung 27-2a/1.5 erlaubt einem Spieler, (neben der Option nach Regel 27-2, sofort einen provisorischen Ball zu spielen) auch ca. 45 Meter vorzugehen und erst dann zu entscheiden, einen provisorischen Ball zu spielen.

Da wir oft das Thema "Entfernungsmesser" hatten, hier nochmal ein Regelauszug:

Durch diese beiden Entscheidungen werden nun alle diejenigen Smartphones als Entfernungsmesser zulässig, die bisher nur wegen der fest eingebauten Kompassfunktion und des Wetterberichts nicht mit einer Entfernungsmesser-App betrieben werden durften. Alle anderen Einschränkungen zum Messen oder Schätzen von spielrelevanten Umständen bleiben unverändert bestehen.

Nach wie vor sind Entfernungsmesser nur zugelassen, sofern dazu auf der betreffenden Golfanlage eine Platzregel existiert, die die Benutzung eines Entfernungsmessers genehmigt, der nur die einfache Strecke messen kann und keine anderen Umstände misst oder schätzt, die den Spieler bei der Schlägerwahl oder dem nächsten Schlag unterstützen.

Bisher war in der Entscheidung 14-3/4 die Benutzung eines Kompasses als unzulässig beschrieben worden. Seit dem 1.1.2014 ist nun die Benutzung eines Kompasses zulässig, da er nur eine unveränderliche Richtungsangabe liefert.

Weiterhin erlaubt die neue Entscheidung 14-3/18, einen Wetterbericht auf einem elektronischen Gerät anzuschauen. Es wird also neuerdings unterschieden zwischen dem Ablesen des vorhergesagten Wetters für eine Region, das noch nicht einmal für den Golfplatz zutreffen muss und dem Messen eines Umstands (z. B. der Temperatur mit einem Thermometer). Das Ablesen der allgemein verfügbaren Information ist auch hier erlaubt, das Messen oder Schätzen eines Umstands in der unmittelbaren Nähe des Spielers dagegen nicht.

Die aktuelle Auflage des Royal & Ancient Golf Club of St. Andrews und der United States Golf Association ist in der englischen Originalversion seit Ende November 2013 verfügbar. Die deutsche Übersetzung durch den Deutschen Golf Verband wird etwa im März 2014 erscheinen.

Der Regelausschuß