Regelfälle und Lösungen für das Golf spielen auf dem Grün

vor 1 Jahr, 1 Monat, 3 Wochen, 23 Stunden, 32 Minuten

Ist ein Golfball auf dem Grün in sein eigenes Einschlagloch eingebettet, dürfen Sie den Golfball, nachdem Sie ihn markiert haben, aufnehmen und die Pitchmarke ausbes­sern. Wird der Ballmarker verse­hentlich bei einer solchen Aus­besserung bewegt, so müssen Sie ihn wieder zurück legen. Diese Aktion ist straflos.

Sie dürfen auf dem Grün nicht nach Golfregel 16-1b verfahren, also Ihren Golfball nicht aufnehmen und reinigen. Sie dürfen nach Golfregel 25-2, im Gelände das Recht nutzen, einen in sein eigenes Einschlagloch im Boden eingebetteten Golfball straflos aufzunehmen, diesen Golfball zu reinigen und straflos so nahe wie möglich der Stelle, an der er lag, jedoch nicht näher zum Loch, fallen zu lassen.

Nach Golfregel 23-1 dürfen Sie jederzeit (sofern kein Golfball in Bewegung ist) auf dem Grün lose hinderliche Naturstoffe entfernen, berühren oder bewegen. Wird beim Entfernen von losen hinderlichen Naturstoffen der Golfball be­wegt, so ist dies straflos, sofern das Bewegen auf diese Handlung zurückzuführen ist. Der Golfball oder der Ballmarker muss in seine ursprüngliche Position zurückgelegt werden.

Nach Golfregel 25-1 b (III) können Sie auf dem Grün von ungewöhnlich beschaffenem Boden oder zeitweiliges Was­ser straflose Erleichterung in Anspruch nehmen, wenn Ihr Golfball darin zum Liegen gekommen ist.

Jeder kleinere Gegenstand, wie z.B. eine Münze, ein Tee, der als Golfballmarker dafür eingesetzt wurde, um die Lage Ihres Golfballs zu kennzeichnen, gilt nicht als Golfausrüstung im Sinne der Golfregeln. In diesem Fall handelt es sich um einen „Spielzufall”, wenn ein Ball durch einen Ballmarker abgelenkt wurde. Es gibt keine Strafe für denSpieler des Golfballs und der Golfball muss so gespielt werden, wie er liegt.

Nach Golfregel 17-3 dürfen Sie einen unbedienten Flaggenstock im Loch nur dann Straffrei treffen, wenn Sie einen Schlag außerhalb des Grüns gemacht haben. Spielen Sie Ihren Golfball vom Grün und treffen den unbedienten Flaggenstock, so erhalten Sie nach Golfregel 17-3 zwei Strafschläge.

Treffen Sie mit Ihrem Schlag auf dem Grün den Flaggenstock, ist es unerheblich, ob der Flaggenstock noch im Loch steckt, von jemandem mit Ihrer Ermächtigung bedient wird oder am Boden abgelegt wurde. In jedem der Fälle erhalten Sie nach Golfegel 17-3 zwei Strafschläge.

Wird nach der Golfregel 18-5 ein „in Ruhe befindlicher” Golfball während des Golfspiels durch einen anderen Golfball bewegt, so muss der bewegte Golfball straflos zurückgelegt werden. Der Golfball, der „den Golfball in Ruhe” bewegt hat, muss nach Golfregel 19-5 straflos gespielt werden, wie er liegt. Achtung: dies trifft allerdings nur dann zu, wenn der gespielte Golfball von außerhalb des Grüns gespielt wurde.

Lagen beide Golfbälle (gespielter Golfball und getroffener Golfball) be­ reits auf dem Grün, so erhält der Spieler, der den Golfball gespielt und damit den anderen Golfball getroffen hat zwei Strafschläge.

Ein Flaggenstock, der sich zwar im Loch befindet, gilt aber bereits als „bedient”, wenn je mand in seiner Nähe steht, während ein Schlag gemacht wird. Wird ein Flaggenstock vor Ihrem Schlag von jemandem bedient und Sie nehmen davon Kenntnis, ohne einen Einwand zu erheben, so gilt dies als Bedienung des Flaggenstocks mit Ihrer Ermächtigung.

Die Person, die für Sie den Flaggenstock bedient, trägt eine hohe Verantwortung. Macht diese Person einen Fehler und zieht den Flaggenstock nicht rechtzeitig aus dem Loch, so dass Ihr Ball den Flaggenstock trifft oder tritt die Person nicht rechtzeitig zur Seite, um Ihrem Golfball auszuweichen, so haben Sie den Schaden und ziehen sich zwei Strafschläge zu Ihrem Score zu. Die bedienende Person wird für seinen Fehler nicht bestraft! Geschieht dies allerdings absichtlich, wird der Bediener disqualifiziert.